Der Mensch erscheint im Holozän

LUZERN ⋅ In der Produktion «Der Mensch erscheint im Holozän» des Luzerner Theaters beschwören Schauspielensemble und Luzerner Sinfonieorchester das Ende der Welt herauf.
20. April 2017, 04:00

Es ist die Einsamkeit, in der man sich selbst abhandenkommt und in der die Worte ihren Sinn verlieren, die der Pensionär Herr Geiser am eigenen Leib erfährt. Nachdem sein Tessiner Refugium durch ein Unwetter von der Welt abgeschnitten wird, verliert der Protagonist aus Max Frischs Erzählung «Der Mensch erscheint im Holozän» trotz verzweifelter Bemühungen den Bezug zur Welt und zu sich selbst.

An der nächsten Premiere des Luzerner Theaters werden Gustav Mahlers zehnte Sinfonie und ihre Endzeitstimmung in einer Fassung des Dirigenten und Komponisten Yoel Gamzou zum gleichberechtigten Partner von Max Frischs Sprache.

Zwei Spätwerke, die für den Abschied von der Welt grosse Gesten finden, werden da wirkungsstark aufeinanderdonnern. Inmitten der Szenerie: Schauspieler Adrian Furrer als Herr Geiser.

jst

Sonntag, 30. April, 19.00 (Premiere)
Luzerner Theater, Bühne.
Derniere: 9. 6.
Infos: www.luzernertheater.ch

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