Konfettiregen über Willisau

WILLISAU ⋅ Die 22. Städtlifasnacht lockte gestern dank Kaiserwetter einen Rekordaufmarsch an Fasnachtsfans ins bunt geschmückte Städtli. Höhepunkt war der Einzug der 35 Nummern.
Aktualisiert: 
20.02.2017, 10:00
20. Februar 2017, 07:30

Yvonne Imbach

kanton@luzernerzeitung.ch

«Wir können noch nicht sagen, wie viele Zuschauer wir im Städtli haben, aber es ist sicher ein Rekordergebnis», sagte gestern Nachmittag Stefan Calivers, Umzugsspeaker und Medienverantwortlicher der organisierenden Karnöffelzunft Willisau, mit Freude. Kurz zuvor war der rund 70-minütige Einzug der Zünfte, Guuggenmusigen und wilden Gruppen zu Ende gegangen. «Das Wetter ist ja fast kitschig, deshalb sind wohl auf einen Schlag kurz vor dem Startschuss zum Umzug alle nach Willisau reingeströmt», meinte Calivers.

Tatsächlich war um kurz vor 13.30 Uhr kaum mehr ein Durchkommen durch das schmucke Städtli, welches sich aktuell mit unzähligen, riesigen, hoch in der Luft hängenden Konfettigirlanden prächtig dekoriert zeigt. Auffällig im Vergleich zu den letzten Jahren, als mit jeweils rund 7000 Zuschauern gerechnet wurde, war nicht nur die grössere Masse an Fasnachtsfans – sondern auch, dass die meisten der 5. Jahreszeit entsprechend verkleidet kamen.

Lady-Gaga-Song zum Umzugsstart

Ab 11 Uhr brachten auf drei Bühnen die Guuggenmusigen aus Willisau und der nahen Umgebung sich und die Zuhörer in Fasnachtsstimmung. Parallel warteten spannende Attraktionen wie das Narrenschiessen, Büchsenwerfen, Willisauer-Ringli-Fischen oder das Schminkstudio auf Teilnehmer. Ab 13.30 Uhr sicherte man sich aber am besten einen Platz auf der rechten Seite der Umzugsroute und konnte mit Sonnenbrille und im Pullover die 35 Nummern bewundern. Die Schlössliruugger Willisau feiern ihr 40-jähriges Bestehen und durften den Umzug anführen, was ihnen mit einem Lady-Gaga-Hit hervorragend gelang. Nicht weniger als 16 Guuggenmusigen insgesamt bahnten sich schränzend den Weg durchs Volk. Im Gegensatz zur Stadt Luzern wird in dieser Region übrigens bereits das neue Sujet – also noch vor dem Schmutzigen Donnerstag – präsentiert.

Die Rontal Guugger Root unterlegten ihren eindrücklichen Sound mit nicht weniger als sieben Sousafonisten, vermutlich weit und breit ein Rekord. Auch für zahlreiche Lacher war gesorgt: Die sechs jungen Männer, die als Bierflaschen in einer Harasse zusammengepfercht liefen, machten Durst auf mehr. Derselbige wurde durch das eine oder andere «Kafi Schnaps» gestillt, welches von den Zunftmeistern samt Gefolge der diversen Zünfte aus nah und fern verteilt wurden. Orangen und Bonbons wurden ebenfalls fleissig verteilt. Die Güüsserhäxe Willisau nahmen es mit dem Verteilen sehr grosszügig: Die eine Hexe sass oben auf dem Wagen, hielt einen Schlauch und duschte alle mit Konfettiregen. Wer Pech hatte, wurde im Konfettibad, das mitgezogen wurde, kräftig untergetaucht.

  • Städtlifasnacht Willisau: Seewooggosler Menznau. (© Roger Grütter (LZ))
  • Städtlifasnacht Willisau: «Güüsserhäxe Willisau». (© Roger Grütter (LZ))
  • Städtlifasnacht Willisau: «Lets Fets Willisau». (© Roger Grütter (LZ))

In Willisau hat am Sonntag die Städtlifasnacht stattgefunden.


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