Text von Sina Meyer (13)

Die gefährliche Kiste

Auf dem Estrich stiess ich auf eine alte Kiste, die ich noch die gesehen hatte. Sie war rot, aus Holz, mit einem grauen Schloss dran. Aber nun von vorn: Mein Name ist Rocky. Ich bin 13 Jahre alt und wohne in London, also England. Meine Mutter starb schon, als ich 2 Jahre alt war. Aufgewachsen bin ich (und da lebe ich heute noch) in der Poker Town, einem Quartier, in dem es viele Verbrecher gibt. Ich bin ein Einzelkind. So, jetzt ist aber genug geredet. Ihr wollt ja wissen, wie die Geschichte ausging. Angefangen hat es an einem schönen Julitag in den Sommerferien. Ich wollte mein Skateboard holen, um in der grossen Bowl im Quartier herumzuskaten. Das Skateboard aber habe ich schon lange nicht mehr gebraucht. Ich rannte in mein Zimmer, aber fand das Skateboard nicht. Ah! Vielleicht ist es ja im Estrich! Als ich oben war (da war ich das letzte Mal, als meine Mutter hier Teetassen geholt hatte und ich mitwollte), sah ich einen Schrank, einen Tisch, eine Kiste und einen Brief auf dem Tisch. Langsam bewegte ich mich darauf zu und holte den Brief. Darauf stand Folgendes:

Lieber Tom Grey

Dieser Brief ist persönlich und nur für dich gedacht. Ich teile dir mit, dass ich Verbrecher geworden bin. Die Kiste ist ein Geschenk für dich.

Dein Onkel Jimmy

Ich las den Brief noch einmal und noch einmal. Dann sah ich zur Kiste. Plötzlich kam mir ein Blitzgedanke: Tom Grey war der Vater meiner Mutter! Sofort rannte ich die Treppe hinunter und suchte meinen Vater. Ich fand ihn auf dem Sofa, denn er las gerade das Buch «The black King».

Schon auf der Treppe rief ich ihm zu: «Papa, Papa, eine Kiste! Auf dem Estrich! Von Toms Onkel, er wurde Verbrecher!» «Langsam, langsam, beginne doch bitte von vorne.» Als ich mich beruhigt hatte, erzählte ich ihm die Geschichte noch einmal. Als ich fertig war, war er ganz aus dem Häuschen. «Rocky, da könnten Handgranaten, Sprengstoff und was weiss ich nicht alles drin sein. Wir rufen sofort die Polizei.» Er rannte zum Telefon und rief die Nummer 999 an. Kurze Zeit später kam die Polizei. Aber ich habe jetzt keine Zeit, alles zu erzählen, denn ich muss noch meine Hausaufgaben machen. Auf jeden Fall belagerte die Spezialeinheit die Kiste und den Estrich eine halbe Ewigkeit von Tagen. Zum Schluss öffneten sie die Kiste und sie war leer! Bis heute hat niemand herausgefunden, was ursprünglich drin war.

Lenia Herger, Luzern, 5. Primar

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