Eine unverhoffte Karriere

Auf dem Estrich stiess ich auf eine alte Kiste, die ich noch nie gesehen hatte. Deshalb wollte ich die Kiste öffnen, um nachzuschauen, was drinnen war. Doch da die Kiste so gross war, schaffte ich es nicht, sie alleine zu öffnen.

Nach einigen misslungenen Versuchen beschloss ich, meinen Kollegen anzurufen und ihn zu fragen, ob er mir helfen könne. Zehn Minuten später stand er dann auch vor der Tür. Zusammen haben wir es geschafft, den Deckel zu öffnen. In der Kiste war alles voll mit Knöpfen, Schaltern und auch mit Kabeln. Aus Neugier haben wir ein paar Schalter umgelegt und auch ein paar Knöpfe gedrückt. Doch es passierte nichts. Da sah mein Kollege, dass das Gerät ein Stromkabel hatte. Also holte ich ein Verlängerungskabel und schloss das Gerät an den Strom an. Wir drückten wieder ein paar Knöpfe, und dieses Mal begann das Gerät zu leuchten. Uns beiden fiel gleich das Display mit dem Datum 24. Juni 16 auf. Doch wir wussten nicht, was dies zu bedeuten hatte. Da drückte ich aus Versehen einen grünen Knopf und in diesem Moment wurden wir beide von einem sehr hellen Licht geblendet. Als wir wieder etwas sehen konnten, lagen wir auf einer riesigen Wiese. Wir hatten keine Ahnung, wo wir waren oder was geschehen war. Nach einiger Bedenkzeit liefen wir in eine Richtung, und plötzlich sahen wir eine römische Zenturie. Da wurde uns klar, dass dieses Gerät eine Zeitmaschine war. Unser nächster Gedanke war: «Wie kommen wir wieder zurück?» Deshalb liefen wir wieder zurück und suchten dort nach einem Schalter, der uns wieder beamen könnte. Endlich fanden wir einen Schalter auf dem «Back» stand. Wir nahmen an, dass dieser Knopf uns zurückbringen würde. Zuerst wollten wir aber noch ein bisschen die Römerzeit kennen lernen. Also machten wir uns auf den Weg. Nach drei Stunden Marsch stiessen wir endlich auf ein Dorf. Als wir uns im Dorf ­umschauten, kamen plötzlich Legionäre und zwangsrekrutierten uns, da sie neue Soldaten für die Front brauchten. Noch bevor ich den «Back»-Knopf drücken konnte, nahmen mir die Legionäre den Knopf weg und zerstörten ihn. Nun wussten wir, dass es kein Zurück mehr gab. Die nächsten zwei Jahre wurden wir zu Legionären ausgebildet.

Eines Tages kam dann auch der Tag, an dem wir in die Schlacht zogen. Wir fochten eine Schlacht gegen die Gallier aus, die uns deutlich unterlegen waren. Es war eine Schlacht mit ­wenigen Opfern auf römischer Seite, doch mein Kollege hatte es bedauerlicherweise nicht geschafft. Doch ich hatte nicht viel Zeit, um zu trauern, da die nächste Schlacht bereits vor der Tür stand. In dieser Schlacht war ich sogar so tapfer, dass ich befördert wurde. So ging es dann einige Jahre weiter, bis ich, Julius, schliesslich zum Kaiser von Rom gekrönt wurde. Mit meinen weiteren Taten ging ich unter dem Namen Julius Cäsar in die Weltgeschichte ein.

Daniel Meyer, Schötz, 3. Sek

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