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Urner Musikschüler treffen die richtigen Töne

ALPNACH ⋅ Die Lagerteilnehmer der Musikschule Uri haben sich in der Truppenunterkunft Alpnach bestens eingelebt. Gute Voraussetzungen, um beim grossen Abschlusskonzert noch einmal richtig gross aufzuspielen.

Joel Zimmerli

region@luzernerzeitung.ch

Schon von weitem kann man hören, dass sich die Musikschule Uri in ihrem Lager in Alpnach bestens eingelebt hat. Laute, rhythmische Musik verschiedenster Instrumente klingt aus der Truppenunterkunft Alpnach, wo die 50 Musikschüler konzentriert einige Stücke einspielen. Zahlreiche Notenständer, leere Instrumentenkoffer und sogar Gänge, die man kurzerhand zum Übungszimmer umfunktioniert hat, lassen keinen Zweifel, dass die Militärunterkunft von den Musikschülern eingenommen wurde.

Während einer Woche und unter Anleitung von zehn Musiklehrern können die Kinder und Jugendlichen in die Welt der Musik eintauchen. Neben Unterricht in kleineren Gruppen mit Individualbetreuung wird auch im Plenum geprobt und im Chor gesungen. Zusätzlich zu ihrem eigenen Instrument können die Musikschüler aber auch diverse andere ausprobieren, wie zum Beispiel beim Alphornkurs. «Wichtig ist es für uns Leiter vor allem, dass alle Spass haben. Dann fällt es leicht, sich individuell verbessern zu können und auch neue Freunde kennen zu lernen. Letzteres fällt ­natürlich besonders leicht, denn Musik verbindet und begeistert», betont Lagerleiter Levi Marik mit einem Lächeln. Trotz der Tatsache, dass sich in dieser Woche alles um die Musik dreht, fehlen natürlich auch gewisse Lagerklassiker nicht auf dem Programm: Miniolympiaden, Grillabende am Lagerfeuer oder ein Besuch im Schwimmbad runden den spannenden Lageralltag ab.

Gesundes Selbstbewusstsein vor dem grossen Auftritt

Auch wenn die täglichen Proben von vielen lachenden Gesichtern und einer fröhlichen Atmosphäre geprägt sind, haben die Musikschüler doch ein klares Ziel vor Augen. Krönender Abschluss des Lagers wird nämlich ein Schlusskonzert sein, das am Samstagmorgen um 10 Uhr im Theater Uri stattfindet und wo die einstudierten Stücke zum Besten gegeben werden. Dieser Herausforderung begegnen die Lagerteilnehmer mit viel Elan und einer gesunden Portion Selbstvertrauen. «Lampenfieber haben wir noch keines», sagt etwa Carlo (12). «Vielleicht dann am Abend vorher», fügt Lea (14) an. Marlis (15) ergänzt: «Aber das hilft, um sich dann voll auf das Konzert zu konzentrieren. Es wird auf jeden Fall toll.» Erklärungen für das gesunde Selbstbewusstsein der Musikanten lassen sich schnell ausmachen. «Es ist richtig cool, zusammen zu spielen, und ich freue mich darauf, besser zu werden. Schon bei der ersten Probe habe ich gemerkt, dass wirklich alle mega gut spielen können, und auch die Musiklehrer sind super», zeigt sich Julia (13) begeistert. Neben den offensichtlichen Ambitionen der jungen Musikanten beeindruckt auch der Teamgeist.

Dieser zeigt sich immer wieder in den kleinen Unterbrüchen zwischen den Proben. Es wird gelobt, diskutiert, und das eine oder andere Lachen beweist, dass man Spass und Erfolg problemlos kombinieren kann. Trotz grossem Talent und Enthusiasmus erfordern die Proben aber auch eine gehörige Portion Konzentration und Energie. Deshalb liessen wir es uns nicht nehmen, den Musikschülern die Pausen mit leckeren Nussschnecken der Confiserie Bachmann und erfrischenden Ramseier-Apfelschorlen zu versüssen.

Lagerdraht: Bilder von 2017

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