Das Gehirn der Kantonsschule

ZUKUNFT ⋅
20. Mai 2017, 05:00

Die Kantonsschule Alpenquai (KSA) wurde 1574 gegründet und gehört bis heute zu den grössten Gymnasien der Schweiz. Die Schule besteht aus zehn Gebäuden: dem blauen Trakt, dem Zwischentrakt, dem roten Trakt und noch einigen anderen Gebäuden. Beim roten Trakt ist man sich nicht sicher, wieso er so heisst, da er eigentlich blau ist.

In dieser eindrücklichen Schule werden in 100 Schulzimmern 24 Fächer von 179 Lehrern unterrichtet. Ungefähr 1500 Schüler besuchen die Kantonsschule Alpenquai. Sie sind auf etwa 100 Klassen mit maximal 24 Schülern aufgeteilt. Da die Schüler kein festes Schulzimmer ­haben, erscheint es den besuchenden Fünftklässlern, als wäre ganz Meggen in den Pausen unterwegs. Der Mädchenanteil liegt mit ungefähr 52 Prozent höher als der Jungenanteil mit etwa 48 Prozent.

Schwimmen, essen und staunen

Die Aula ist das Herz der Kantonsschule. Dort finden Vorlesungen, Aufführungen und Filmpräsentationen statt. Im Verbindungstrakt findet man ein echtes Gehirn und eine Vogelspinne. Zudem gibt es noch Fische und ausgestopfte Tiere. Im Verbindungstrakt gibt es auch eine Mensa. In der Mensa können die Schüler essen und die Mittagspause verbringen. Da die Kantonsschule direkt am Vierwaldstättersee liegt, haben die Schüler im Sommer die Gelegenheit, nach dem Unterricht schwimmen zu gehen.

Wenn die Schüler Mist bauen, bekommen sie Strafpunkte. Die Einträge stehen dann im Zeugnis. Wenn es drei oder mehr sind, müssen sie am Samstag nachsitzen. Wenn nach dem Nachsitzen keine Besserung eintritt, kann man bis zu vier Wochen von der Schule verwiesen werden. Die Schüler müssen alle Hausaufgaben selbstständig zu Hause erledigen. Tests müssen sie aber in der Schule machen. Beim Eintritt in die KSA entscheiden sich die Schüler zwischen zwei Fachrichtungen: Latein, Sprache und Kultur oder Natur und Technik. Diese Fächer starten ab der 3. Klasse

Für viele Kinder bot dieser Nachmittag einen willkommenen Einblick in eine wohl mögliche, zukünftige Schule. Besonders spannend fand die Klasse den Rundgang mit dem Lehrer André Bucher: Er stellte seine Schule mit viel Begeisterung vor, sodass die Klasse ihm regelrecht an den Lippen hing. Es war beeindruckend, in Herrn André Buchers Schulzimmer zu sitzen, wo normalerweise Schüler lernen, die fünf bis neun Jahre älter sind als die Kinder der Klasse 5d.

In der 5-Minuten-Pause waren die Besucher erstaunt über den Lärm der Kantischüler. Viele zogen es vor, in der Sicherheit des Schulzimmers zu bleiben, als nachzuforschen, wie der Lärm entstand. Es brauchte allen Mut der 5d, Kantischüler anzusprechen. Die Schüler der KSA schienen um einiges grösser, und das wirkte einschüchternd. Nachdem man jedoch einen Schüler befragt hatte, ging es beim zweiten schon um einiges leichter. Am meisten Respekt haben die Fünftklässler vor den Lehrern, dem Wiederholen einer Klasse und vor einem eventuellen Rauswurf aus der Schule. Damit das nicht passiert, bemühen sich die Schüler nun besonders, im eigenen Unterricht gewissenhaft zu lernen. Wer weiss, wer in eineinhalb Jahren die Kantonsschule Alpenquai als Schülerin oder Schüler betreten wird.

Andreea Petre, Nicolas Schmidt, Lino Hess und Zoe Wenaweser

5. Klasse aus Meggen

Lehrerin Stephanie Schryber


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