Fleischlose Ernährung und der Klimawandel

«Das Klima retten – aber wie?», Ausgabe vom 18. Dezember
31. Dezember 2017, 04:40

Es ist schön, wenn jemand das Licht löscht, aus dem Wasserhahn trinkt oder einen klimafreundlichen Kühlschrank besitzt. Doch was macht es für einen Unterschied, wenn darin 55 Kilogramm Fleisch pro Jahr pro Person gekühlt werden? Diese Zeitung hat das Thema zwar ausgewogen aufgegriffen, leider ist in der Grafik betreffend Fleisch auch nur die Rede von einer Reduktion um 11,5 Kilogramm. Viel zu wenig! Die aufgelisteten Faktoren sind unverhältnismässig dargestellt, sodass die Umstellung auf eine fleischlose Ernährung weniger bedeutend erscheint, als sie ist. An dieser Stelle möchte ich gerne auch darauf hinweisen, dass Milchprodukte umweltschädlicher sein können als Fleisch. Die Klimarelevanz von Lebensmitteln wurde 2007 vom Öko-Institut Freiburg getestet. Pro Kilogramm war Butter das klimaschädlichste Lebens­mittel, gefolgt von Rindfleisch. Ein Kilogramm Biorindfleisch ist 90-mal klimabelastender als ein Kilogramm konventionell erzeugtes Gemüse. Ein Kilogramm Biobutter ist zehnmal klimaschädlicher als konventionelle Margarine. Aufgrund der grossen konsumierten Menge beeinflusst Schweinefleisch das Klima allerdings am meisten. Die Quellen für die genannten Angaben finden Sie unter www.swissveg.ch/klimaneutral .

Danielle Cotten, Swissveg.ch,

Luzern

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