Herdschwand-Sanierung würde ein Fass ohne Boden

«Emmenbrücke: Heizung bewusst abgestellt?» Ausgabe vom 1. Februar
08. Februar 2018, 04:40

Wie kann irgendjemand, der an der Besichtigung teilnahm, noch daran zweifeln, dass das Alterszentrum Herdschwand schlicht nicht mehr genutzt werden kann oder darf? Der Bau hatte schon während seiner Betriebszeit massive Mängel. Doch jetzt ist eine Sanierung aus meiner Sicht in keiner Weise mehr gerechtfertigt. Die Heizung tat schon während der Betriebszeit ihren Dienst nur ungenügend. Jetzt müsste die gesamte Gebäudehülle neu isoliert werden. Die Wasserleitungen müssten komplett ersetzt werden. Dann drängt sich die Frage auf: Wird da noch eine Asbestsanierung nötig? Ein Teil des Gebäudes hat sich um etwa 3 Zentimeter abgesenkt, und an dieser Schnittstelle tritt vom Flachdachübergang Wasser in die darunterliegenden Räume ein – was im Übrigen auch während des Betriebs schon der Fall war. In den Zimmern bröckelt die Decke ab. Wer das gesehen hat, dem wird schnell klar: Dieses Gebäude zu sanieren würde ein Fass ohne Boden. Wer den Zustand und die Bausubstanz als noch erstaunlich gut taxiert, verschliesst die Augen vor der Realität. Dem Gemeinderat den Vorwurf zu machen, er würde das Gebäude absichtlich verlottern lassen, ist schon eine richtige Zumutung.

Dieses Haus ist schon lange am Verlottern. Da gibt es nichts weiteres mehr, was verlottern könnte. Aber das ist nicht das einzige Problem. Wofür soll dieses Gebäude denn genutzt werden? Die Gegner sprechen davon, die Räume für den Emmer Schulbetrieb nutzen zu wollen. Oder das Haus für die Gemeindeverwaltung. Ich möchte weder unseren Schulkindern noch der Verwaltung den Aufenthalt in so einem maroden Gebäude zumuten. Aus meiner Sicht liegt die Lösung auf der Hand. Nutzen wir die Chance, auf diesem Grundstück Wohnraum an bester Lage zu schaffen.

Markus Schumacher, Einwohnerrat SVP, Emmen

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