Jesus erlöste die Verdammten in der Hölle

Zum Leserbrief «Das Gesetz wurde zu schnell in Kraft gesetzt», Ausgabe vom 30. November
07. Dezember 2017, 04:39

Der Leserbrief handelt einerseits von Problemen der Organentnahme. Andererseits ist die Rede von der Angst vor dem Tod – weil niemand so recht wisse, was nachher auf einen zukomme. Zugegeben: Man weiss nicht viel darüber, aber doch einiges.

Kürzlich äusserte jemand den «frommen Wunsch», Hitler möge für seine Verbrechen mit einem 500-jährigen Fegefeuer bestraft werden. Das ist jedoch irreal, denn in der Ewigkeit gibt es keine Zeit, wie dies in den Psalmen steht.

Auch Goethe schreibt: «In der Ewigkeit gibt es keine Zeit, auch keine Nachwelt, sondern nur Mitwelt.» Raum und Zeit sind aufgehoben.

Nach kirchlicher Vorstellung ist Jesus nach seinem Tod am Karfreitag zu den Verdammten in der Hölle abgestiegen. Als er sich umschaute, sah er lauter arme Teufel, erbarmte sich ihrer und erlöste auch sie. Eine ewige Verdammnis wäre identisch mit der Erklärung der Kapitulation Gottes vor den Menschen. Gott aber lässt die Sonne aufgehen über alle Menschen.

Vorher aber dürfte es noch einmal ungemütlich werden, wenn das Jüngste Gericht über die Bühne geht. Die Menschen werden sich in grosser Angst zitternd aneinanderschmiegen und stöhnen: «Ihr Berge fallet über uns!» (Apokalypse 6, 16) Vorsicht dann vor unserem Hausberg!

Rodolfo Mengotti, Luzern

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