Reisen an Orte, wo die Welt zu Ende ist

LANDSPITZEN ⋅ Sturmumtost, weltberühmt oder geschichtsträchtig – die äussersten Ränder der Kontinente sind besondere Ziele.
11. Dezember 2017, 08:32

Nordkap Im Winter tanzt das Nordlicht, im Sommer strahlt die Mitternachtssonne um den 308 Meter hohen Felsen des Nordkaps in Norwegen. Das aus dem Eismeer aufragende Schieferplateau auf der Insel Magerøya ist der nördlichste Punkt Europas, der auf Strassen vom Festland erreicht werden kann.

Kap Finisterre: Finis terrae – für die Menschen im Mittelalter war an der Westküste der nordspanischen Provinz Galizien die Welt zu Ende. Auch heute nehmen viele Pilger, die auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela unterwegs sind, weitere 80 Kilometer auf sich, um ihre Wanderung mit Blick auf die Weiten des Atlantiks zu beenden.

Kap der Guten Hoffnung: Wer den südlichsten Punkt Afrikas erkunden will, der hat die Wahl zwischen gleich drei bedeutsamen Orten: Geografisch gesehen, ist Kap Agulhas der südlichste Punkt. Weitaus berühmter ist jedoch das Kap der Guten Hoffnung, die Südspitze der Kaphalbinsel. Den besten Blick auf die felsige Landzunge offeriert der Cape Point, östlichster Punkt der Kaphalbinsel. Diesen steuern die meisten Reisenden an. Mit etwas Glück erleben sie ein besonderes Naturschauspiel: Zwischen Juni und Dezember tummeln sich zahlreiche Wale vor der Küste.

Kap Hoorn: Das Umrunden der Südspitze Chiles gehört zu den meistgefürchteten Schiffspassagen der Welt: Am Kap Hoorn treffen der Pazifische und der Atlantische Ozean aufeinander. Seit 1945 besteht der «Parque Nacional Cabo de Hornos», der verschiedene Inseln des Feuerland-Archipels umfasst. Wenn es das Wetter zulässt, starten Touristen zu einer mehrtägigen Schiffstour und erreichen den markanten Felsen samt Leuchtturm und Kap-Hoorn-Monument. Pinguine, Seelöwen und Albatrosse leisten ihnen dabei Gesellschaft. (srt)


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