30 Prozent Energieersparnis

HEIMAUTOMATIONSSYSTEM ⋅ Synco living von Siemens ist ein energiesparender Dauerbrenner. Das in Zug entwickelte und hergestellte Heimautomationssystem erhält diesen Sommer eine angenehme Neuerung.

Raphael Biermayr
raphael.biermayr@zugerzeitung.ch

2008 ist in Technikjahren gerechnet schon sehr lange her. Damals brachte Siemens das energiesparende Home Automation System Synco living auf den Markt – in der Schweiz kam das einer Pionierleistung gleich. «Trotz der bereits neun Jahre auf dem Buckel hält es sich bis heute auf dem umkämpften Markt», sagt Adrian Baumgartner, Produktmanager bei Siemens, während er am Firmenstandort in Steinhausen an einer Wand die Möglichkeiten des Systems demonstriert.

Über 3500 Einheiten des in Zug entwickelten und hergestellten Systems seien bis heute in der Schweiz verkauft worden. Es sei mit Anschaffungskosten ab 2000 Franken für eine Wohnung zu rechnen.

Ein Vorteil von Synco living besteht im modularen Aufbau: Es kann also je nach Bedarf um Elemente erweitert werden. Das gängigste Paket umfasst die Steuerung der Heizung, dem Energiefresser Nummer eins in Schweizer Haushalten. Über Funk lässt sich der Radiator jedes Zimmers einzeln ansteuern, oder es lässt sich auch die Fussbodenheizung regeln. Eine Zentrale deckt bis zu zwölf Räume ab. Nach Angaben von Siemens kann man damit bis zu 30 Prozent Energie einsparen. Synco living erfüllt die Vorgaben für die beste Energieeffizienzklasse A. Und es trägt das Schweizer Minergielabel für Raumkomfort.

Auch interessant für denkmalgeschützte Objekte

Wahlweise kabellos oder kabelgebunden kann auch das Licht an- und ausgeschaltet oder gedimmt werden, und es können Rolläden betätigt werden, wie Baumgartner vorführt. «Die Funktechnologie ist auch für Eigentümer von denkmalgeschützten Häusern interessant, wo manchmal keine Leitungen gelegt werden dürfen», zeigt Baumgartner einen weiteren Vorteil auf. Die Strahlungsbelastung sei unbedenklich, «der Wert ist geringer als beim Öffnen des Garagentors per Funksender», sagt Baumgartner.

Ein Webserver erlaubt zudem den Zugriff von ausserhalb des Gebäudes. Diese Möglichkeit wird auch von Verwaltungen oder Facility-Managern von Mehrfamilienhäusern gern genutzt. Nicht zuletzt, weil die Heizkostenabrechnung per Knopfdruck erstellt werden kann. Und sollte ein Standort keinen Internetzugang haben, beispielsweise ein Ferienhaus, lässt sich die Heizung auch per SMS ein- und ausschalten. Eine Fernsteuerung sei in gewissen Kantonen für Ferienhäuser aus Energiespargründen Vorschrift, weiss Baumgartner. Seinen Angaben gemäss wird diesen Sommer eine neue App verfügbar sein, womit sich das System noch bequemer über das Smartphone steuern lassen wird.

Einbrecher werden ferngehalten

Synco living dient auch der Sicherheit. Beim Verlassen des Hauses oder der Wohnung werden geöffnete Fenster angezeigt, darüber hinaus werden auch die Türen überwacht und bei Bedarf ein Alarm ausgelöst. Dank Voreinstellungen, was die Beleuchtung anbelangt, lässt sich auch Anwesenheit simulieren.

Bei Siemens macht man sich Gedanken über Heimautomationssysteme der Zukunft. In der Gegenwart und mittelfristig decke Synco living jedoch weiterhin alle Bedürfnisse einer optimalen Raumregelung ab, sagt Baumgartner.

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