Ein Traum auf drei Etagen

EIGENHEIM ⋅ Seit Februar lebt die Familie Arnold in den eigenen vier Wänden in Ebertswil. Der Weg zum Eigenheim war kein einfacher – doch er hat sich gelohnt.

Rahel Hug
rahel.hug@zugerzeitung.ch

Wer das Haus an der Steinbaumstrasse 12 in Ebertswil betritt, fühlt sich auf Anhieb wohl: Grosszügige Fensterfronten und lichtdurchflutete Räume, der Blick auf eine unverbaute Wiese sowie eine schlichte, freundliche Einrichtung erwarten die Besucher. Es ist das Reich von Jennifer und André Arnold und ihren beiden Söhnen Livio (bald 4) und Timo (bald 2). Die junge Familie lebt seit Anfang Februar hier und hat sich damit den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllt. «Direkt neben dem Haus fliesst ein Bächlein vorbei, und wir sehen die Kühe weiden», gerät der 36-jährige André Arnold ins Schwärmen. «Es ist richtig idyllisch hier.» Jennifer Arnold, sie ist 38 Jahre alt, fügt an: «Die Überbauung und das Dorf sind perfekt geeignet für Familien. Wir fühlen uns sehr wohl hier.»

Und dies, obwohl ein Eigenheim im 870-Seelen-Dorf, das zur Gemeinde Hausen am Albis gehört, ursprünglich nicht die erste Wahl der Arnolds gewesen war. Eigentlich wollte sich das seit 2011 verheiratete Paar im Kanton Zug niederlassen. Sie ist in Baar aufgewachsen und dort fest verwurzelt, er stammt aus Abtwil im Freiamt und hat viele Freunde und Bekannte im Ennetsee. «Wir haben uns nach einer geeigneten Immobilie in Baar und Umgebung umgeschaut», berichtet André Arnold. Doch die Suche gestaltete sich schwieriger als erwartet. «Es gab kaum Angebote, die unseren finanziellen Möglichkeiten entsprachen.» Abhilfe schaffte die Zuger Kantonalbank. Er habe lange nach dem richtigen Partner gesucht, berichtet Arnold, der in Wädenswil als Spenglermeister arbeitet. «Über persönliche Kontakte kam ich schliesslich vor gut einem Jahr mit Roland Schilliger von der Zuger Kantonalbank ins Gespräch.» Ein Glücksfall, wie sich herausstellte. «Wir haben von ihm eine Rundumbetreuung erhalten. Er war uns eine sehr grosse Hilfe, vor allem bei den Fragen nach der Ausgestaltung und der Amortisation der Hypothek.»

Natürliche Farben geben den Ton an

Im Gespräch mit dem Vertreter der Bank rückte die Überbauung Langrüti in Ebertswil in den Fokus. Am nördlichen Dorfrand hat die Tellco Immobilien AG in drei Etappen 26 Doppel- und Reiheneinfamilien­häuser realisiert. «Ich war zu Beginn eher skeptisch, weil das Projekt von einer Generalunternehmung realisiert wurde. Nach zahlreichen Besuchen auf der Baustelle waren die Bedenken jedoch schnell verflogen», so André Arnold. Eine wichtige Rolle habe dabei die Möglichkeit zur Mitwirkung gespielt, wirft seine Frau ein. «Wie der oberste Stock ausgestaltet wird, konnten wir selber entscheiden», sagt Jennifer Arnold, die in einem kleinen Pensum in einer Baarer Anwaltskanzlei tätig ist. Auch die Keramikplatten in Holzoptik auf dem Boden oder die erhöhte Arbeitsfläche in der Küche entsprechen persönlichen Wünschen, die die Arnolds einbringen konnten. «Die Holzoptik strahlt eine gewisse Wärme aus, die mir sehr gefällt. Generell haben wir Wert auf natürliche Farbtöne gelegt», sagt Jennifer Arnold. Für sie sei es wichtig gewesen, während der Bauzeit regelmässig vorbeischauen zu können. «So konnte ich mir vorstellen, wo wir dereinst wohnen würden.» Der Kaufpreis des Hauses lag bei über einer Million Franken. Ein grosser Betrag, den sich die jungen Eltern hart erarbeitet haben. André Arnold sagt: «Wir haben alles Geld in diese Liegenschaft gesteckt. Aus diesem Grund haben wir die bestehenden Möbel von unserer vorherigen Mietwohnung in Neuheim mitgenommen und noch nicht gross in besondere technische Ausstattung investiert.»

Dafür nennt die vierköpfige Familie nun 178 Quadratmeter Wohnfläche in malerischer Umgebung ihr Eigen. Das Erdgeschoss bildet mit der offenen Küche und einem grosszügigen Wohnraum das Herzstück. Ein Eck-Cheminée verbreitet an kühlen Abenden heimelige Stimmung. Der erste Stock ist dem Nachwuchs vorbehalten. Hier dürfen ­Livio und Timo sich nach Lust und Laune austoben. Im zweiten Stock schliesslich befindet sich das Reich der Eltern mit einem geräumigen Schlafzimmer unter der Dach­schräge. Genauso wichtig für alle Familienmitglieder ist der Gartensitzplatz. Hier können die beiden Buben im Freien spielen, und das Licht der Abendsonne fällt auf die Steinplatten, bis sie untergeht. Falls es einmal regnet, können die Arnolds ihre Gäste auf dem gedeckten Platz bewirten. Das Dach übrigens hat André Arnold selbst erweitert – genau wie die Thujahecke, die er mit Hilfe von Sohnemann Livio gepflanzt hat und die die Grenze zum Nachbargrundstück markiert. «Da ich in der Baubranche arbeite, macht es mir Spass, hier selber werken zu können», sagt der Familienvater.

Ebertswil liegt leicht erhöht auf einem Plateau, vom Dorf geniesst man eine prächtige Aussicht auf den Kanton Zug, den Zugersee und die Alpen. Für die Ruhe, die hier herrscht – und natürlich in erster Linie für die eigenen vier Wände –, war Jennifer Arnold gerne bereit, «ihren» Kanton zu verlassen. «Es ist alles sehr nah. Baar ist nur etwa sieben Fahrminuten entfernt», sagt sie. Sie freue sich auf ausgiebige Spaziergänge in der Umgebung, sagt die junge Mutter, die gerne joggt und Yoga macht. Zudem liege die Schule nur einen Katzensprung entfernt, was ein grosser Vorteil sei. Livio wird im Sommer in Ebertswil den Kindergarten besuchen.

Viele Pläne für die Zukunft

Für die Arbeit und um Einkäufe zu tätigen, sind beide Eheleute auf das eigene Auto angewiesen. Er ist beruflich und als Präsident des Schwingklubs Cham-Ennetsee oft unterwegs. Die Arnolds mögen es aber gerne auch gemütlich. «Wir sind richtige Geniesser. Es geht nichts über ein gutes Glas Wein und ein feines Znacht zusammen mit Freunden», sagt Jennifer Arnold mit einem Lachen.

Fest steht: Hier in Ebertswil haben sie und ihr Mann dafür genügend Raum und die optimale Einrichtung. Für ihr Haus hat die Familie noch viele Pläne, so etwa der Einbau von Solarpanels auf dem Dach oder einen begehbaren Kleiderschrank im Obergeschoss. «Uns gehen die Ideen und die Arbeit nicht aus», sind sich Jennifer und André Arnold einig. Das Fundament jedenfalls ist da: «Wir haben uns hier schon super eingelebt.»

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