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NZZ Online, 16. Februar 2012, 11:20

Lady Gaga statt Stefani Germanotta

Facebook erlaubt Pseudonyme – Chronik für Pages geplant

Lady Gaga holte sich gleich vier Preise Zoom

Lady Gaga holte sich gleich vier Preise (Bild: KEY / AP)

Das grösste soziale Netzwerk übernimmt Funktionen von Twitter und Google+. Mitglieder können sich beispielsweise unter Künstlernamen anmelden und ihre Accounts verifizieren – allerdings muss ihnen vom Unternehmen die Möglichkeit dazu gegeben werden.

Auf Facebook können ausgewählte Mitglieder nun Pseudonyme anstatt ihrer echten Namen in ihren Profilen anzeigen lassen. Diese Möglichkeit wird laut einem Bericht von TechCrunch vor allem Mitgliedern mit vielen Abonnenten eingeräumt. Dazu zählen Stars wie Lady Gaga, die ihren echten Namen Stefani Germanotta nun nur noch auf ihrer Über-mich-Seite präsentieren muss.

Wer von Facebook ausgewählt wird, sieht eine Meldung, die ihn auffordert, seinen Account zu verifizieren. Dazu sendet man dem sozialen Netzwerk ein Foto des eigenen Ausweises. Nach Abschluss der Überprüfung soll dieses von den Facebook-Servern gelöscht werden. Die verifizierten Profile werden nach Unternehmensangaben fortan prominent in den Vorschlägen, wessen Beiträge es sich zu abonnieren lohnt, angezeigt. Nutzer werden in der rechten Spalte darauf aufmerksam gemacht.

Nachgezogen

Facebook führte die Abonnements , welche an das Follower-Prinzip von Twitter erinnern, im September 2011 ein. Der Microblogging-Dienst bietet verifizierte Accounts und Pseudonym-Auftritte schon seit längerem. Google+ führte erstgenannte im August 2011 und letztgenannte Ende Januar ein. Vor allem Facebook und Google+ sind für Werbekunden deshalb attraktiv, weil sie Reklame ohne allzu grosse Streuverluste erlauben, denn reale Mitglieder geben freiwillig echte Daten preis. Dem stehen Pseudonyme entgegen. Hinzu kommt, dass es beispielsweise für Aktivisten in demokratiefeindlichen Ländern überlebenswichtig sein kann, nicht unter echtem Namen in einem sozialen Netzwerk präsent zu sein.

Unterdessen will adage.com erfahren haben, dass auf Facebooks Marketing-Konferenz fMC am 29. Februar die Chronik für Unternehmensseiten präsentiert werden soll. Die auch als Timeline bekannte neue Ansicht für Profile wurde unlängst auch hierzulande lanciert. David Fischer, Vice President Marketing and Business Partnerships, hat bereits verraten, dass das neue Design der Unternehmensseiten keine Kopie der Privatanwender-Chronik sein soll.

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