Jemens Rebellen stellen Übergangsplan vor

JEMEN ⋅ Nach dem Rücktritt von Präsident und Regierung im Jemen haben die schiitischen Huthi-Rebellen eine Übergangsverfassung verkündet. Der bisherige Übergangspräsident Abed Rabbo Mansur Hadi soll demnach von einem noch zu wählenden fünfköpfigen Gremium abgelöst werden.

06. Februar 2015, 18:19

Das Parlament werde aufgelöst und von einem provisorischen Nationalrat mit 551 Mitgliedern ersetzt, hiess es weiter in der am Freitag in der Hauptstadt Sanaa verlesenen Erklärung.

Die Rebellen hatten im September die Hauptstadt Sanaa gestürmt und weitere wichtige Regionen. Der Stamm fühlt sich seit Jahren von der sunnitisch dominierten Regierung benachteiligt.

Drei Jahre nach dem Rückzug des Langzeitpräsidenten Ali Abdullah Salih steckt das ärmste Land Arabiens in einer tiefen Krise. Im Norden streben die Huthi-Rebellen nach der Macht. Im Süden ist neben Separatisten auch die sunnitische Terrororganisation Al-Kaida stark.

Die USA, Saudi-Arabien sowie andere Golfstaaten stehen in dem Konflikt an der Seite des bisherigen Präsidenten Hadi. Die US-Regierung wirft dem Iran vor, die Huthi-Rebellen zu unterstützen. Jemens Ex-Präsident Salih soll ebenfalls die Miliz fördern. Auf der anderen Seite stehen sunnitische Extremisten, Separatisten sowie Al-Kaida. (sda/dpa)


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