Kein Ende der Dürre in Kalifornien in Sicht

USA ⋅ Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown hat die angesichts der Dürre in dem US-Bundesstaat erhobenen Massnahmen zum Wassersparen verteidigt. Mit Bezug auf Kalifornien sei der "Klimawandel kein Scherz", sagte Brown am Sonntag dem US-Sender ABC.

06. April 2015, 00:49

Er sprach von einem "Alarmsignal", das eigentlich in der gesamten Welt gehört und beachtet werden müsse. Brown hatte in der vergangenen Woche verpflichtende Regeln angekündigt, mit denen der Wasserverbrauch um 25 Prozent gesenkt werden soll. Grund dafür sei, dass kein Ende der derzeitigen Trockenheit in Kalifornien in Sicht sei. In dem Bundesstaat leben rund 40 Millionen Menschen.

Nun sollen unter anderem in Grünanlagen der Städte insgesamt 4,6 Millionen Quadratmeter Rasenflächen durch anspruchslosere Pflanzen ersetzt werden. Universitäten, Golfplätze, Friedhöfe und andere Einrichtungen mit grossen Rasenflächen sollen zum sparsameren Bewässern angehalten werden. Darüber hinaus sollen Wasserversorger ihr Tarifsystem so ändern, dass Wasserverschwendung für die Verbraucher teuer wird.

Weitgehend von den Sparmassnahmen ausgenommen ist der Landwirtschaftssektor, obgleich dort der Grossteil des Wassers verbraucht wird. Brown verteidigte dies und sagte dem Sender ABC, viele Bauern litten bereits enorm unter der Dürre, zehntausende Hektar Land lägen deshalb brach.

Die Bauern müssten daher weiter in der Lage sein, ihre Produkte herzustellen. Sollte sich die Lage verschlechtern, müsse aber erneut über die Massnahmen nachgedacht werden, sagte der Gouverneur. (sda/afp)


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