Vertiefte Zusammenarbeit Schweiz-Mexiko

SCHWEIZ - MEXIKO ⋅ Die Schweiz und Mexiko haben eine stärkere Zusammenarbeit in der UNO, bei Menschenrechtsthemen und bei Entwicklungsprojekten vereinbart. Aussenminister Didier Burkhalter und Amtskollege José Antonio Meade Kuribreña unterzeichneten eine entsprechende Erklärung.

14. Mai 2015, 19:30

Das teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit. Burkhalter war zu einem eintägigen Arbeitsbesuch nach Mexiko gereist.

Im Dokument halten die beiden Länder fest, demnächst Verhandlungen für eine Erneuerung des Freihandelsabkommens zwischen Mexiko und den Ländern der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) aufnehmen zu wollen. Der EFTA gehören neben der Schweiz Liechtenstein, Island und Norwegen an.

Die Schweiz pflegt einen regen Wirtschaftsaustausch mit Mexiko. Das Land ist der zweitwichtigste Handelspartner der Schweiz in Lateinamerika. Die Schweiz ist zudem die achtwichtigste Investorin in Mexiko. Schweizer Firmen beschäftigen in dem Land über 50‘000 Personen, wie das EDA schreibt.

Trilaterale Zusammenarbeit

Die beiden Minister unterzeichneten auch ein Abkommen zu trilateralen Entwicklungsprojekten in Zentralamerika. Dabei ist vorgesehen, dass die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) den Schulungseinsatz mexikanischer Experten für Katastrophenprävention in Nicaragua und Honduras unterstützt. Begünstigte der Ausbildungskurse sind mehrere Dutzend Beamte in diesen beiden Ländern.

Mit der trilateralen Zusammenarbeit wollen traditionelle Geldgeber wie die Schweiz einen Wissenstransfer in sehr arme Entwicklungsländer gewährleisten. Die Schweiz schloss entsprechende Abkommen bereits mit Brasilien (2012), Chile (2013) und Kolumbien (2014).

Jubiläum

Die Schweiz und Mexiko feiern 2015/16 das 70-Jahre-Jubiläum der Aufnahme ihrer diplomatischen Beziehungen. Burkhalter und Meade lancierten gemeinsam eine Reihe von Veranstaltungen, die von den beiden Botschaften im jeweiligen Gastland organisiert werden.

Zudem hielt Burkhalter eine Rede beim Institut Matías Romero und eröffnete die Fotoausstellung "Krieg aus der Sicht der Opfer" von Jean Mohr anlässlich des 150-Jahre-Jubiläums des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und der ersten Genfer Konvention.

Multilateral arbeiten die Schweiz und Mexiko eng zusammen. Das gilt etwa für die laufenden Klimaverhandlungen und die Verhandlungen über die UNO-Entwicklungsagenda nach 2015, welche die Millenniumsziele ersetzen sollen. Auch im UNO-Menschenrechtsrat sowie bei der Initiative des IKRK und der Schweiz für die bessere Respektierung des humanitären Völkerrechts sind die beiden Länder gemeinsam aktiv. (sda)


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