Flüchtlingslager Saatari mit mehr Solarstrom

JORDANIEN ⋅ Jordanien hat am Montag die grösste solarbetriebene Stromanlage in einem Flüchtlingslager eingeweiht. So sollen künftig 4000 Sonnenkollektoren Strom für Flüchtlinge liefern.
13. November 2017, 23:19

Wie das UNO-Hilfswerk für Flüchtlinge (UNHCR) mitteilte, wird die Anlage mit einer Gesamtkapazität von 12,9 Megawatt die in der Wüste gelegene Flüchtlingsstadt Saatari mit ihren rund 80'000 syrischen Bewohnern täglich über 14 Stunden lang mit Strom versorgen.

Laut dem UNHCR-Vertreter in Jordanien, Stefano Severe, belieferte das Flüchtlingshilfswerk Saatari täglich bisher acht Stunden lang mit Elektrizität - zum Preis von 500'000 Dollar im Monat. Dieses Geld kann künftig anderweitig eingesetzt werden.

Nunmehr verbessere sich zudem das Leben der Flüchtlinge: Kinder könnten am Abend länger lernen und mehr Kontakte zur Aussenwelt seien möglich. Severe äusserte sich während einer Zeremonie in Anwesenheit des jordanischen Energieministers Salah al-Charabscheh. (sda/afp)

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