Geheimpapier in Russland-Affäre aufgetaucht

USA ⋅ In der Affäre um angebliche Russland-Verstrickungen des Wahlkampflagers von US-Präsident Donald Trump ist am Dienstag ein vertrauliches Papier publik geworden. Es handelt sich um das Vernehmungsprotokoll eines Journalisten vor dem Geheimdienstausschuss des Senats.
10. Januar 2018, 00:50

Das Papier wurde von der demokratischen Senatorin Dianne Feinstein veröffentlicht. Der Journalist Glenn Simpson betrieb eine Agentur, in deren Auftrag der britische Ex-Agent Christopher Steele ein Dossier über Trump und seine Russland-Kontakte erstellt hatte. Das Dossier war vor einem Jahr öffentlich geworden. Auch wenn es nicht verifiziert ist, hält es sich hartnäckig als Gegenstand der Diskussionen in der Russland-Affäre.

Aus der Vernehmung Simpsons geht hervor, dass eine undichte Stelle im Trump-Lager ähnliche Informationen wie das Dossier an das FBI geliefert haben könnte. Die Bundespolizei nehme deshalb zumindest Teile davon als wahr an. Simpsons Anwalt wird in dem Papier mit den Worten zitiert, wegen des fraglichen Dossiers sei bereits jemand umgekommen. Details zu dieser Unterstellung wurden jedoch nicht bekannt.

Das betreffende Dossier war zunächst von konservativen Kreisen in Auftrag gegeben worden, möglicherweise um Trump im internen Wahlkampf der Republikaner zu schaden. Später übernahm das Clinton-Lager die Finanzierung. Trump selbst bezeichnet das Dossier als ein Papier "voller Lügen". (sda/dpa)

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