Amnesty rügt Aserbaidschans Präsidenten

MENSCHENRECHTE ⋅ In Aserbaidschan sitzen nach Angaben von Amnesty International (AI) immer noch mindestens 22 Regierungsgegner aus politischen Gründen in Haft. Die Menschenrechtsorganisation warf Präsident Ilcham Alijew am Mittwoch schwere Verstösse gegen Grundrechte vor.

"Selbst in dringenden Fällen werden Inhaftierte oft nicht medizinisch versorgt", heisst es in einem Bericht. Die Regierung in Baku gehe häufig sogar gegen Rechtsanwälte vor, die Kritiker vor Gericht vertreten.

Die ehemalige Sowjetrepublik bemüht sich seit einiger Zeit mit Grossveranstaltungen um mehr internationale Anerkennung. Im Juni finden dort die ersten "Europaspiele" statt, wozu mehr als 6000 Sportler erwartet werden.

2012 war Baku Austragungsort des "Eurovision Song Contest". Amnesty-Expertin Marie Lucas sagte: "Gäbe es Medaillen für die Anzahl inhaftierter Regierungskritiker, wäre der aserbaidschanischen Regierung ein Platz auf dem Siegerpodest sicher." (sda/dpa)


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