Drei Tote nach Anschlag in Afghanistan

AFGHANISTAN ⋅ Bei einem Selbstmordanschlag der Taliban in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens drei Menschen getötet worden. 16 weitere seien bei dem Attentat auf einen Bus der Regierung verletzt worden.

Dies sagte ein ranghoher Polizeivertreter am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Demnach sollte der Bus Angestellte der Generalstaatsanwaltschaft nach Hause bringen, als sich der Selbstmordattentäter in die Luft sprengte. Alle Opfer seien Zivilisten gewesen, darunter mehrere Frauen, hiess es weiter.

Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag, dem zweiten binnen weniger Tage in Kabul. Im April hatten die Taliban eine Frühjahrs-Offensive begonnen, um ihre Macht am Hindukusch auszuweiten. Bislang stellten sich ihnen dabei auch die NATO-geführten Kampftruppen entgegen.

Deren Kampfeinsatz endete aber zum Jahreswechsel nach 13 Jahren, und für die Sicherheit sind die afghanischen Soldaten und Polizisten nun selbst verantwortlich. Die NATO unterstützt sie dabei mit etwa 12'000 Soldaten, die vor allem ausbilden und beraten. (sda/afp)


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