Neue Luzerner Zeitung Online

EU rüstet auf gegen Menschenschmuggler

FLÜCHTLINGE ⋅ Eine neue Ermittlungseinheit von Europol mit dem Namen "JOT Mare" soll gegen organisierte Banden vorgehen, die illegal Flüchtlinge nach Europa schleusen. Damit wird das Geschäft mit lebensgefährlichen Meeresüberfahrten bekämpft.

Die EU will verstärkt gegen Menschenschmuggler im Mittelmeerraum vorgehen und hat dazu eine Spezial-Einheit bei Europol gegründet. Hinter dem wachsenden Zustrom illegaler Migranten nach Europa stünden vielfach organisierte Verbrecherbanden, erklärte Europol.

Menschenschmuggler seien auch für die lebensgefährliche Reise der Flüchtlinge verantwortlich. An diesem Handel würden sie Millionen Euros verdienen. Allein in diesem Jahr starben bereits mehr als 1000 Flüchtlinge auf dem Mittelmeer, teilte Europol am Dienstag in Den Haag mit.

Federführend im Kampf gegen die illegale Migration im Mittelmeerraum wird die neue Ermittlungseinheit "JOT Mare" bei der europäischen Polizeibehörde Europol sein.

"Die Tragödien, die wir mit Migranten auf See erlebt haben, erfordern schnelles und koordiniertes Handeln auf EU-Ebene", betonte Europol- Direktor Rob Wainwright. In "JOT Mare" arbeiten Experten von Europol mit den Polizeikräften aus 13 EU-Mitgliedsstaaten zusammen. (sda/dpa)

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