Gedenken an Anschlagsopfer in Burkina Faso

BURKINA FASO ⋅ Hunderte Menschen haben in Burkina Faso mit einem Trauermarsch der Opfer eines Anschlags von Dschihadisten auf ein Hotel und ein Restaurant gedacht. 30 Menschen wurden bei dem Anschlag getötet.

In weiss gekleidet gingen die Teilnehmer am Samstagabend zu dem Zeitpunkt los, als am 15. Januar der Angriff in der Hauptstadt Ouagadougou begonnen hatte. Zu der "Kette des Lichts" hatten der Musikmanager Walib Bara und die Journalistin Raissa Compaoré aufgerufen.

Mehrere Angreifer hatten vor gut einer Woche im Hotel "Splendid" und dem benachbarten Restaurant "Cappuccino" im Zentrum von Ouagadougou zahlreiche Menschen erschossen und sich anschliessend mit mehr als hundert Geiseln verschanzt.

Zwei Schweizer unter den Opfern

Unterstützt von französischen Spezialkräften und US-Soldaten stürmte die Armee nach sechs Stunden das Hotel und befreite dutzende Menschen. 30 Menschen wurden bei dem Anschlag getötet, 70 weitere wurden verletzt.

Die meisten Opfer des islamistischen Terroranschlags, bei dem auch zwei Schweizer ums Leben kamen, waren Ausländer. Die Schweizer Opfer waren zwei Walliser: Der ehemalige PTT-Generaldirektor und frühere SP-Nationalrat Jean-Noël Rey sowie der ehemalige Walliser SP-Grossrat Georgie Lamon.

Die Teilnehmer des Trauermarschs trugen am Sonntag Schilder mit der Aufschrift "Je suis Splendid" und "Je suis Cappuccino". Vor den Anschlagsorten brannten Kerzen, die in der Form der Landkarte von Burkina Faso aufgestellt waren. Dort sangen die Anwesenden die Nationalhymne. Anschliessend servierte der Besitzer des "Cappuccino" Kaffee - dafür öffnete er eigens das Lokal, das seit dem Angriff geschlossen ist.

Für Montag setzte die Regierung eine Trauerzeremonie für die Anschlagsopfer an. Daran wollte auch der neue Staatschef Roch Marc Christian Kaboré teilnehmen.

Terroristen hatten auf Besucher des bei Ausländern beliebten Restaurants "Cappuccino" geschossen und dann das gegenüberliegende Luxushotel "Splendid" in ihre Gewalt gebracht. Bei der Erstürmung durch Sicherheitskräfte am Samstag vor einer Woche wurden 156 Geiseln befreit. Drei Angreifer wurden getötet. (sda/afp)


Login


 

Anzeige: