Generalstreik legt Argentinien lahm

ARGENTINIEN ⋅ Ein Generalstreik gegen die schleichende Steuerprogression hat das Verkehrswesen in Argentinien weitgehend lahmgelegt. Busse, Flugzeuge und Züge standen still.

Auf den Zufahrtsstrassen der Hauptstadt Buenos Aires blockierten Demonstranten den Verkehr, wie der Nachrichtensender TN berichtete. Einige internationale Flüge nach Buenos Aires wurden nach Montevideo in Uruguay umgeleitet. Die brasilianische Luftfahrtgesellschaft TAM und die chilenische LAN hatten bereits am Vortag ihre Flüge nach Argentinien gestrichen.

Gewerkschaften hatten zu dem 24-stündigen Ausstand aufgerufen, um eine Erhöhung des Freibetrags der Lohnsteuer zu fordern. Die Steuer wird auf Monatsgehälter ab 15'000 Peso (rund 1640 Franken) erhoben.

Der Freibetrag wird seit zwei Jahren nicht aktualisiert. Bei einer Jahresinflation von rund 30 Prozent würden immer mehr Arbeitnehmer von der Lohnsteuer betroffen, argumentieren die Gewerkschafter.

Kabinettschef Aníbal Fernández erklärte, von der Lohnsteuer seien nur knapp zehn Prozent der Besserverdiener betroffen, wie die Nachrichtenagentur Télam berichtete. Die Steuer sei notwendig, um die benachteiligten Bevölkerungsschichten zu unterstützen, sagte Wirtschaftsminister Axel Kicillof. (sda/dpa)


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