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In Chile gehen Homosexuelle auf die Strasse

CHILE ⋅ Tausende Menschen haben sich am Samstag mit Regenbogenfahnen in der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile zu einem "Marsch für Gleichheit" versammelt. Sie forderten mehr Rechte für Homosexuelle in dem konservativen südamerikanischen Land.

Die Organisatoren schätzten die Zahl der Teilnehmer auf 50'000. "Es war ein familienfreundliches, facettenreiches und farbenfrohes Ereignis, das für Chiles soziale Bewegung einen weiteren Schritt vorwärts markiert", sagte der Sprecher der Bewegung für die Integration und Befreiung von Homosexuellen (Movilh).

Er appellierte an die Regierung, insbesondere mehr für die Unterstützung der Transgendergemeinde zu tun, die besonders schutzbedürftig sei. Die Kundgebung erfolgte einen Tag vor dem Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie.

Aus diesem Anlass waren mehrere Botschaften, Behördengebäude sowie einige Parteizentralen am Freitag mit der Regenbogenfahne beflaggt. Im Januar beschloss das Parlament die Einführung einer zivilen Lebenspartnerschaften für gleichgeschlechtliche Paare. In Argentinien, Uruguay, Brasilien und Kolumbien sind dagegen bereits Homoehen möglich. (sda/afp)

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