Iraks Regierung bietet mehr Kämpfer auf

IS-VORMARSCH ⋅ Iraks Regierung will zusätzliche Kräfte mobilisieren, um die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus der Provinzhauptstadt Ramadi zu vertreiben. Das Kabinett von Ministerpräsident Haidar al-Abadi beschloss am Dienstag, neue Kämpfer für die Armee zu rekrutieren.

Zugleich segneten die Minister den Einsatz schiitischer Milizen ab, die das Militär bei der geplanten Offensive in Ramadi unterstützen sollen.

Die Beteiligung der bewaffneten Gruppen ist umstritten, da in der westirakischen Provinz Al-Anbar, dessen Hauptstadt Ramadi ist, vor allem Sunniten leben. In der Vergangenheit hatte es häufiger Berichte über Übergriffe von Schiiten auf Sunniten gegeben, nachdem schiitische Milizen den IS aus einigen irakischen Regionen verdrängt hatten.

IS-Kämpfer hatten Ramadi rund 110 Kilometer westlich von Bagdad am Wochenende nach heftigen Kämpfen unter ihre Kontrolle gebracht. Damit beherrschen die Extremisten die Provinz Al-Anbar fast vollständig. Nach UNO-Angaben sind knapp 25'000 Menschen auf der Flucht. (sda/dpa)


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