Kerry will keine neuen Atomtests Nordkoreas

NORDKOREA ⋅ US-Aussenminister John Kerry hat Nordkorea zum Einfrieren seines Atomprogramms und zur Aufnahme "ernsthafter Verhandlungen" aufgefordert.

"Wir haben oft gesagt, dass wir bereit sind, uns mit Nordkorea hinzusetzen, um über Nichtangriffs- und Friedensfragen zu sprechen" sowie über wirtschaftliche Entwicklung, sagte Kerry am Sonntag am Sitz der Vereinten Nationen bei einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Japan und Südkorea. Dafür müsse Pjöngjang jedoch einem Einfrieren seines Atomprogramms zustimmen und keine weiteren provokanten Aktionen starten, besonders keine neuen Tests.

Nordkorea hatte Anfang September seinen fünften und bislang stärksten Atomwaffentest ausgeführt, dem eine Reihe von Raketentests vorausgingen. Danach hatte das isolierte kommunistische Land "weitere Massnahmen" angekündigt, um seine atomare Schlagkraft "in Qualität und Umfang" weiter zu stärken.

Mit dem Test hatte Nordkorea erneut gegen ein Verbot des UNO-Sicherheitsrats verstossen. Das UNO-Gremium berät derzeit über weitere Strafmassnahmen. China, einziger Verbündeter Nordkoreas, setzt sich für eine Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche ein, zu der in der Vergangenheit auch die USA, Japan, Russland und Südkorea gehörten. Nordkorea zog sich 2009 offiziell aus den Gesprächen zurück. (sda/afp)


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