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Lega Nord wettert in Rom gegen Renzi

KUNDGEBUNG ⋅ Tausende Aktivisten der Lega Nord haben sich am Samstag auf der zentralen Piazza del Popolo in Rom zu einer Demonstration gegen die Regierung Renzi versammelt. Angeführt wurde die Demonstration von Lega-Chef Matteo Salvini.

"In Rom startet der Einsatz zur Eroberung des Landes, wir wollen Renzi nach Hause schicken", sagte Salvini, der zum neuen Anführer des Mitte-rechts-Blocks in Italien avancieren will.

Vier Sonderzüge und 200 Busse führten Lega-Aktivisten aus ganz Italien nach Rom. Die Demonstranten skandierten Parolen gegen die Regierung und forderten Italiens Austritt aus dem Euro-Raum. "Renzi steht im Dienst der Industrielobbys. Wir stehen an der Seite der Kleinunternehmer, der Handwerker, der Italiener, die arbeiten", erklärte Salvini.

Video-Botschaft von Marine Le Pen

Die Lega-Aktivisten forderten von der Regierung Renzi ein sofortiges Ende der massiven Migrationswelle. Im Rahmen der Demonstration in Rom wurde auch eine Video-Botschaft der Chefin des französischen Front National, Marine Le Pen, gezeigt, mit dem die Lega Nord verbündet ist. Der Protestkundgebung schlossen sich auch Anhänger der Organisation "CasaPound", die dem Faschismus nahe steht, an.

Die Lega Nord hofft auf einen starken Stimmenzuwachs bei den im Mai geplanten Regionalwahlen in sieben italienischen Regionen. Salvini ist auf lokaler Ebene zu Allianzen mit der Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi bereit, um seinen Kandidaten zum Erfolg zu verhelfen.

Linke Gegendemonstration

Während Salvini mobil machte gegen Renzi, setzte sich von der zentralen Piazza Vittorio Emanuele am Esquilin-Hügel eine Demonstration von linksorientierten Organisationen in Bewegung. "Salvini geht nach Hause!", skandierten die Demonstranten. Sie protestieren gegen den ausländerfeindlichen Kurs der Lega Nord.

Schärfste Sicherheitsvorkehrungen wurden ergriffen, um die beiden Protestzüge getrennt zu halten und Ausschreitungen zu verhindern. "4000 Polizisten sind heute in Rom im Einsatz", teilte Innenminister Angelino Alfano mit. (sda/apa)

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