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Mietskandal in Rom sorgt für Aufregung

ITALIEN ⋅ Ein Mietskandal sorgt derzeit in Rom für Aufregung. Wohnungen im Besitz der italienischen Hauptstadt sind in den vergangenen Jahren zu Spottpreisen an Angehörige und Freunde von Politikern und Funktionären vergeben worden.

Dies steht in einem Bericht des Sonderkommissars Franceso Paolo Tronca, wie die römische Tageszeitung "La Repubblica" am Dienstag berichtete.

Eine Wohnung mit Ausblick auf das Kolosseum wird für zehn Euro im Monat vermietet, ein Apartment auf der Piazza Navona für 24 Euro. Die schwerverschuldete Gemeinde besitze Hunderte Immobilien, die den öffentlichen Kassen keinerlei Einnahmen bringen, heisst es in Troncas Bericht.

Der Sonderkommissar will nun ermitteln, welche Gemeindefunktionäre Mietverträge mit nicht an die Marktbedingungen angepassten Mieten abgeschlossen haben. Wegen dieses Zustands sei für die Gemeindekassen ein riesiger Verlust entstanden, klagte Tronca.

Seit 2001 hat sich die Gemeinde Rom von einem Grossteil ihres Immobilienimperiums getrennt, um die leeren Kassen aufzufüllen. Etwa 700 Immobilien müssen allerdings noch veräussert werden. In vielen davon leben Personen zu spottbilligen Mieten.

Der Sonderkommissar Tronca leitet in Rom die Amtsgeschäfte, nachdem Bürgermeister Ignazio Marino wegen mehrerer Skandale im vergangenen Oktober seinen Hut nehmen musste. Im Mai soll ein neues Stadtoberhaupt gewählt werden. (sda/apa)

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