Nach den Bomben: Betroffenheit und Solidarität

TERROR IN BRÜSSEL ⋅ Bei den Bombenanschlägen in Brüssel sind mindesten 30 Menschen getötet worden, über 250 erlitten Verletzungen. Die Welt reagiert: mit Betroffenheit und Solidarität.

Aktualisiert: 
23.03.2016, 10:00
  • People gather to pay tribute to victims in Brussels after terror attacks
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Bei den Bombenanschlägen in Brüssel sind mindesten 30 Menschen getötet worden, über 250 erlitten Verletzungen. Die Welt reagiert: mit Betroffenheit und Solidarität.

Brüsseler beginnen Tag nach Anschlägen unter Schutz


Brüssel (sda afp) Am Tag nach den Anschlägen von Brüssel hat das öffentliche Leben in der belgischen Hauptstadt verhalten wieder begonnen. Die meisten öffentlichen Verkehrsmittel nahmen am Mittwochmorgen den Betrieb auf.
 
Auf Teilabschnitten verkehrte auch die U-Bahn-Linie, auf die am Dienstag ein Anschlag verübt wurde. An den Eingängen kontrollierten Polizisten und Soldaten jede Tasche. Der Flughafen, an dem es zwei Bombenexplosionen gegeben hatte, blieb geschlossen.
 
Bei den Anschlägen im Flughafen und in einer U-Bahn-Station im Europaviertel waren am Dienstag mehr als 30 Menschen getötet worden. Rund 250 weitere wurden verletzt. Belgiens Aussenminister Didier Reynders sagte am Mittwoch im Sender RTBF, unter den Toten und Verletzten gebe es wahrscheinlich Opfer aus «rund 40 verschiedenen Nationen».
 
Für den Mittag kündigten die Behörden in Brüssel eine Schweigeminute an. Die Regierung hatte am Dienstag bereits Staatstrauer bis zum Donnerstag ausgerufen, landesweit wehten die Flaggen an öffentlichen Gebäuden auf Halbmast.

Zeichen der Solidarität

Auf dem Börsenplatz im Zentrum versammelten sich am Morgen wie schon am Dienstag zahlreiche Menschen, um der Opfer zu gedenken. Einige zündeten Kerzen an. Auf dem Boden standen mit Kreide Worte wie «Solidarität», «Wir sind eins» oder «Liebe Brüssel».
 
Auf einem Transparent stand auf Flämisch und Französisch «Wir sind Brüssel». Neben einer belgischen Fahne war «Vereint gegen den Hass» zu lesen.
 
Anders als nach den Pariser Anschlägen vom November sollten auch die Schulen laut belgischem Krisenzentrum trotz der höchsten Terrorwarnstufe grundsätzlich öffnen. Dasselbe galt für Behörden und Einkaufszentren.
 
Der Flughafenbetreiber teilte mit, er werde im Laufe des Tages bewerten, wie schnell der Airport wieder geöffnet werden könne. Reisende wurde gebeten, ihre Fluglinien zu kontaktieren. Durch die Explosionen war in der Abflughalle grosser Schaden entstanden.


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