Rebellen warnen vor Eskalation in Ukraine

UKRAINE ⋅ In der Ukraine droht nach der Ankunft der westlichen Militärausbilder und wegen der brüchigen Waffenruhe im Kriegsgebiet Donbass eine erneute Eskalation der Gewalt. Laut prorussischen Separatisten wurden bei einem Beschuss durch das Militär drei Aufständische getötet.

Die Ukraine bereite einen neuen Angriff auf den Donbass vor, sagte Separatistenführer Alexander Sachartschenko am Freitag. "Sie stählen ihre Kriegsmuskeln."Er warnte vor einem Scheitern des in der weissrussischen Hauptstadt Minsk vereinbarten Friedensplans. Die Truppenstärke des Militärs an der Donbass-Front übersteige bereits 30'000 Mann.

Russland forderte die Ukraine auf, sich an den Minsker Friedensplan vom Februar zu halten. Die Vereinbarungen würden nicht im "nötigen Masse" erfüllt, kritisierte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Russland und die Separatisten warnten mit Blick auf den Einsatz westlicher Militärausbilder vor einem Aufflammen der Gewalt.

Am Schwarzen Meer haben 35 britische Militärangehörige mit der Ausbildung ukrainischer Soldaten begonnen. Die USA wollen im April etwa 300 Soldaten in die Westukraine entsenden. Die Ukraine hatte in dieser Woche den Aufenthalt von bis zu 1000 US-Soldaten erlaubt.

Separatisten und Kiew sollen direkt verhandeln

Der russische Aussenminister Sergej Lawrow forderte darüber hinaus direkte Gespräche zwischen der Führung in Kiew und den prorussischen Separatisten. Dafür habe er sich in einem Telefonat mit seinem deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier ausgesprochen, teilte das Aussenministerium in Moskau mit.

Lawrow sagte, über den Beginn eines direkten Dialogs solle bei einem geplanten Vierertreffen der Vize-Aussenminister Deutschlands, Frankreichs, der Ukraine und Russlands in der kommenden Woche gesprochen werden. Datum und Ort der Beratungen waren zunächst nicht bekannt. (sda/dpa)


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