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Tote bei Beschuss von Spital im Gazastreifen

NAHOST ⋅ Bei israelischem Artilleriebeschuss eines Spitals im zentralen Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens vier Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Ein Grossteil der Opfer gehörte zum medizinischen Personal.

Sanitäter, Krankenschwestern und Ärzte in der Klinik in Dir el Balah hätten Verletzungen erlitten, als die Klinik unter Beschuss geriet, sagte der Leiter der Rettungsbehörden im Gazastreifen, Aschraf al-Kidra, am Montag.

Eine Militärsprecherin in Tel Aviv sagte, man prüfe den Bericht. In den vergangenen Tagen hat israelische Artillerie mehrfach Gebiete im Gazastreifen beschossen, bevor dorthin Bodentruppen vorrückten.

Über die Zahl der Verletzten gab es unterschiedliche Angaben. Die Nachrichtenagentur dpa berichtete von 50 Verletzten, Reuters meldete 16 Verletzte. Al-Kidra sagte, mehrere Granaten seien von israelischen Truppen im Grenzbereich abgefeuert worden. Zuvor seien im Gaza-Viertel Sadschaija drei Menschen bei Artilleriebeschuss getötet worden.

Der bewaffnete Flügel der im Gazastreifen herrschenden Hamas teilte mit, es gebe Feuergefechte mit der Armee im nördlichen, östlichen und zentralen Gazastreifen. Die Organisation bekannte sich auch zu Raketenangriffen auf Israel. Sie bestätigte, zehn ihrer Mitglieder seien bei einem heftigen Gefecht mit israelischen Soldaten im Norden des Gazastreifens getötet worden.

Die Zahl der getöteten Palästinenser seit Beginn der israelischen Offensive vor fast zwei Wochen stieg am Montag auf 526, wie die Rettungsbehörden mitteilten, unter ihnen sind viele Frauen und Kinder. Mehr als 3200 Menschen seien verletzt worden. Angesichts der Gewalteskalation hat der UNO-Sicherheitsrat am Sonntagabend eine Feuerpause gefordert (sda/reu)

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