UNO-Sanktion gegen Saleh-Sohn gefordert

JEMEN ⋅ Die Golfstaaten dringen bei den Vereinten Nationen auf Sanktionen gegen den Anführer der schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen. Jordanien brachte in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) einen entsprechenden Resolutionsentwurf ein.

Nach Angaben von Diplomaten könnte noch in dieser Woche darüber abgestimmt werden. In dem Text fordern die Staaten unter anderem einen Rückzug der Rebellen aus der Hauptstadt Sanaa sowie aus allen anderen seit 2013 eroberten Gebieten im Jemen.

Die Resolution sieht ausserdem ein Waffenembargo gegen die Führung der Rebellen und ihre Verbündeten sowie Sanktionen gegen Huthi-Chef Abdulmalik al-Huthi und gegen den ältesten Sohn des früheren jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh, Ahmed vor.

Sollten deren Namen auf die Sanktionsliste gesetzt werden, würden sie mit einem Reiseverbot belegt werden, ausserdem würden ihre Vermögen eingefroren. Nicht erwähnt werden in dem Resolutionsentwurf, der der Nachrichtenagentur AFP vorlag, die russischen Forderungen nach Kampfpausen zu humanitären Zwecken.

Russland hatte am Wochenende im UNO-Sicherheitsrat eine Unterbrechung der von Saudi-Arabien angeführten Luftangriffe gefordert, damit Ausländer aus dem Jemen in Sicherheit gebracht und die Zivilisten mit Hilfsgütern versorgt werden können.

Die arabische Militärallianz geht seit Ende März gegen die Huthi-Rebellen im Jemen vor. Saudi-Arabien folgte damit nach eigenen Angaben einer Bitte von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi, gegen dessen Führung die Rebellen kämpfen. Sein Vorgänger Saleh soll die Aufständischen unterstützen. (sda/afp)


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