Die annektierte Krim gehört gemäss neuer Banknote zu Russland

RUSSLAND - UKRAINE ⋅ Russland hat seinen Anspruch auf die annektierte Schwarzmeerhalbinsel Krim mit neuen Banknoten mit Motiven der Region untermauert. Üblicherweise werden auf russischen Geldscheinen Sehenswürdigkeiten und historisch wichtige Persönlichkeiten des Landes abgebildet.
12. Oktober 2017, 14:49

Russland hatte sich die ukrainische Halbinsel 2014 einverleibt. International wird sie nicht als russisches Gebiet anerkannt und das Vorgehen als Völkerrechtsbruch gewertet.

Der Schein im Wert von 200 Rubel (rund 3,35 Franken) werde zunächst in dieser Region in Umlauf gebracht, sagte Notenbankchefin Elvira Nabiullina am Donnerstag in Moskau der Agentur Tass zufolge. Russlandweit sollen die Banknoten zum Jahresende erscheinen.

Die Zentralbank hatte die Einführung neuer Rubelscheine vergangenes Jahr in Auftrag gegeben. Tausende Vorschläge mit russischen Sehenswürdigkeiten wurden eingebracht, im Internet wählten die Russen ihre Favoriten aus. "Das russische Volk hat diese Symbole ausgewählt", sagte Nabiullina.

Auf dem grünen Schein sind die antiken Chersones-Ruinen nahe der Stadt Sewastopol dargestellt. Auch die blauen 2000-Rubel-Banknoten, auf denen die monumentale Brücke bei der Stadt Wladiwostok gezeigt wird, werden vorab im Fernen Osten eingeführt.

Bislang gab es keine Scheine im Wert von 200 und 2000 Rubel. Nach der Annexion liess Moskau Sonderbanknoten drucken und Münzen mit Krim-Motiven prägen. Bereits 2015 wurde eine 100-Rubel-Note mit Bildern der Krim in begrenzter Zahl in Umlauf gebracht. (sda/dpa/afp)

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