Schafik wird nicht Gegenkandidat von Al-Sisi

ÄGYPTEN ⋅ Der frühere ägyptische Premier Ahmed Schafik zieht seine Ankündigung zurück, bei der bevorstehenden Präsidentenwahl anzutreten. Der erst im Dezember aus dem Exil zurückgekehrte 76-Jährige galt als aussichtsreichster Gegenkandidat von Amtsinhaber Abdel Fattah al-Sisi.
07. Januar 2018, 18:37

Zwar hat Al-Sisi noch nicht formell erklärt, ob er bei der im Frühjahr anstehenden Wahl erneut kandidiert. Dies gilt unter politischen Beobachtern in Ägypten aber als sicher.

Schafik begründete seinen Verzicht nicht direkt. Er erklärte lediglich über Twitter, seine fünfjährige Abwesenheit aus Ägypten mache ihn nicht zum idealen Kandidaten. Er könne die Fortschritte und Entwicklungen, die es ungeachtet aller Schwierigkeiten in seinem Heimatland gegeben habe, nicht richtig würdigen.

Der frühere Regierungschef und Luftwaffenchef hatte 2012 die Präsidentenwahl nur knapp gegen den Muslimbruder Mohammed Mursi verloren. Seitdem lebte er im Exil in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Seit seiner Rückkehr war Schafik einer Kampagne staatstreuer Medien ausgesetzt. Es hatte auch Berichte gegeben, er werde von den Sicherheitsbehörden in einem Hotel in Kairo festgehalten. (sda/reu)

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