Seehofer will Ministerpräsidentenamt abgeben

DEUTSCHLAND ⋅ Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat der CSU-Landtagsfraktion seine bereits am Sonntag bekanntgewordenen Zukunftspläne bestätigt: Er will CSU-Vorsitzender bleiben, aber sein Amt als bayerischer Regierungschef im ersten Quartal 2018 abgeben.
Aktualisiert: 
04.12.2017, 09:37
04. Dezember 2017, 09:16

Seehofers Nachfolger soll der aktuelle bayerische Finanzminister Markus Söder werden. Innenminister Joachim Hermann gab an einer Sitzung der Landtagsfraktion der bayerischen Christsozialen am Montag den Verzicht auf eine Gegenkandidatur bekannt, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Seehofer versprach seinem potenziellen Nachfolger Söder eine gute Zusammenarbeit. Er sprach in der Sitzung von einer "Konsenslösung", wie die dpa aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Das letzte Wort über die Wahl des Spitzenkandidaten und künftigen CSU-Chefs hat der Parteitag Mitte Dezember.

Nach den monatelangen Personalquerelen begrüsste der ehemalige bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein im Bayerischen Rundfunk die erwartete Vorentscheidung im parteiinternen Machtkampf. Die Diskussion in der Vergangenheit habe die Partei in grosse Schwierigkeiten geführt, kritisierte Beckstein. "Einigkeit ist notwendig, wenn man Wahlen gewinnen will."

Nach der CSU-Landtagsfraktion kommt am Montag in München auch der Parteivorstand zusammen. Die Gremien sollen die Vorentscheidungen für den CSU-Parteitag treffen, der Mitte Dezember ansteht. (sda/dpa/afp)

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