Garth Brooks triumphiert bei Country-Gala

MUSIKPREISE ⋅ Country-Star Garth Brooks ist zum "Entertainer des Jahres" gekürt worden. Bei der Gala der Country Music Association am Mittwochabend (Ortszeit) in Nashville setzte er sich gegen die Kollegen Luke Bryan, Eric Church, Chris Stapleton und Keith Urban durch.
Aktualisiert: 
09.11.2017, 11:32
09. November 2017, 11:00

Brooks hatte auch im Vorjahr die begehrte Trophäe gewonnen, es ist der sechste Sieg für den Mann aus Oklahoma in der Top-Sparte seit 1991.

Dem Preis-Höhepunkt am Ende der CMA-Country-Nacht war eine Show mit politischen und nachdenklichen Untertönen vorausgegangen. Brad Paisley und Carrie Underwood, die zum zehnten Mal in Folge als Gastgeber auf der Bühne standen, widmeten die Gala den Opfern der jüngsten Tragödien in den USA - von den Schusswaffenmassakern in Las Vegas und Texas zu den Hurrikan-Verwüstungen in Texas, Florida und Puerto Rico.

Underwood sprach von einem Jahr, in dem "unzählige Leben", auch in der Country-Musik-Szene, von Tragödien betroffen waren. Sie rührte die Zuschauer zu Tränen, als bei ihrem Auftritt mit der Ballade "Softly and Tenderly" die Fotos der 58 Opfer des Massakers im Oktober bei einem Country-Music-Festival in Las Vegas gezeigt wurden. Während eines Konzerts von Jason Aldean hatte der 64-jährige Stephen Paddock aus seinem Hotelzimmer das Feuer auf die Zuschauermenge eröffnete. 58 Menschen starben, mehr als 500 wurden verletzt.

Paisley und Underwood nutzten ihre Moderation für politische Seitenhiebe, auch gegen Donald Trump. Underwoods Hit-Song "Before He Cheats" wurde umgedichtet zu "Before He Tweets", in Anspielung auf die Twitter-Gewohnheiten des US-Präsidenten. "...vielleicht denkt er beim nächsten Mal erst nach, bevor er tweetet", sang das Duo. Ein Jahr nach der Trump-Wahl werden auch in der traditionell konservativen Country-Szene mehr kritische Stimmen laut.

Der in Nashville lebende Neuseeländer Keith Urban, Ehemann von Oscar-Preisträgerin Nicole Kidman, stellte seinen neuen Song "Female" vor, inspiriert von den Vorwürfen vieler Frauen wegen sexueller Übergriffe gegen den Filmproduzenten Harvey Weinstein. Urban steckte auch eine Trophäe ein, für "Blue Ain’t Your Color" in der Sparte "Single des Jahres".

Miranda Lambert holte den Preis als beste Sängerin, Chris Stapleton gewann die Sänger-Trophäe und die Trophäe für das beste Album ("From A Room: Volume 1"). Pop-Star Taylor Swift, die ihre Karriere einst als Country-Sängerin startete, gewann in der Sparte "Song des Jahres" als Songschreiberin des Country-Hits "Better Man" für die Band Little Big Town. (sda/dpa)

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