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Goldener Ehrenbär für Wim Wenders

65. BERLINALE ⋅ Der Regisseur Wim Wenders ist am Donnerstagabend mit dem Goldenen Ehrenbären der Berlinale geehrt worden. Das Festival sprach dem Schöpfer von "Der Himmel über Berlin" und "Pina" die Auszeichnung für sein Lebenswerk zu.

In seiner Laudatio würdigte der brasilianische Regisseur Walter Salles ("Central Station") Wenders als einen der grossen Filmemacher aller Zeiten. "Was Wim Wenders uns gelehrt hat war ein moralischer Kompass aber auch einen ästhetischen und inhaltlichen Kompass für das Filmemachen", sagte Salles.

Berlinale-Chef Dieter Kosslick sagte, mit Wenders ehre das Festival einen der renommiertesten zeitgenössischen Autorenfilmer: "Sein genreübergreifendes und vielseitiges Werk als Filmemacher, Fotograf und Autor hat unser Filmgedächtnis geprägt."

Auf Wunsch von Wenders lief bei der Gala eine digital restaurierte Fassung seines Thrillers "Der amerikanische Freund" (1977). Nach einem Roman von Patricia Highsmith spielen Bruno Ganz und Dennis Hopper ein höchst ungleiches Freundespaar.

Aus Anlass der Preisvergabe zeigt die Berlinale in einer Hommage zehn Filme des gebürtigen Düsseldorfers, darunter auch die Handke-Verfilmung "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" (1972), das frühe Meisterwerk "Im Lauf der Zeit" (1976) und das Roadmovie "Paris, Texas" (1984).

Mit seinem Dokumentarfilm "Das Salz der Erde" über den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado ist Wenders derzeit für einen Oscar nominiert. Auch der Tanzfilm "Pina" und die Musiker-Dokumentation "Buena Vista Social Club" hatten ihm Nominierungen für den weltweit wichtigsten Filmpreis eingetragen. (sda/dpa)

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