Iran kritisiert Panahi-Film an Berlinale

FILM ⋅ Aus dem Iran kommt Kritik an der Teilnahme des neuen Films "Taxi" von Jafar Panahi bei der Berlinale. "Die Berlinale gehörte mal zu den drei wichtigsten Filmfestspielen der Welt, verfolgt aber immer mehr politische Ziele" hiess es in einem Artikel.

"Illegales Taxi fährt nach Berlin" lautet die Überschrift des Leitartikels, den das konservative Kulturinstitut Aviny auf seinem Webportal veröffentlichte. Die Politisierung der Berlinale sei besonders an der "übertriebenen" Aufmerksamkeit für den in seiner Heimat mit einem Berufsverbot belegten Panahi erkennbar. Unter cineastischen Gesichtspunkten seien Panahis Filme schwach.

Der regimekritische iranische Regisseur war wegen seiner Kritik an der iranischen Regierung im Dezember 2010 zu sechs Jahren Haft und einem 20-jährigen Berufs- und Ausreiseverbot verurteilt worden - das Urteil wurde jedoch nicht vollständig vollstreckt.

Für den heimlich gedrehten Film "Geschlossener Vorhang" erhielt er 2013 den Silbernen Bären für das beste Drehbuch. 2006 erhielt er den Silbernen Bären für seinen Film "Offside". (sda/dpa)


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