West-Eastern Divan Orchestra wird neuer UN-Botschafter

KULTUR ⋅ Das West-Eastern Divan Orchestra ist am Montag in Genf zum UNO-Botschafter für Kultur ernannt worden. Das 1999 in Weimar gegründete Orchester, in dem israelische und palästinensische Musiker spielen, steht für die Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben in Nahost.

"Die Arbeit des Orchesters ist Zeugnis für die Macht der Musik, um Barrieren abzubauen und Brücken zwischen Gemeinschaften zu bauen", sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon.

Der Dirigent und Mitgründer des Orchesters, Daniel Barenboim (73), der auch Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper ist, zeigte sich geehrt über die Auszeichnung. Der UNO-Friedensbotschafter hat einen israelischen, argentinischen und spanischen Pass. Er besitzt zudem die palästinensische Ehrenstaatsbürgerschaft. (sda/apa/dpa)

Das West-Eastern Divan Orchestra birgt Zündstoff: je zur Hälfe besteht es aus israelischen und arabischen Musikern. Doch seit dem Gründungsjahr 1999 sind diese Musikerinnen und Musiker weltweit ein Symbol dafür, dass ein friedliches Miteinander zerstrittener Gesellschaften möglich ist. Wenn die Menschen sich persönlich begegnen. (youtube.com, 29.02.2016)


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