Stephen Kings Gruselsaga «The Dark Tower» actionreich verfilmt

KINO ⋅ Morgen startet «The Dark Tower». Damit wurde eines der umfangreichsten Werke des berühmten US-Horrorautors Stephen King verfilmt. Es lebt auch vom Gegensatz der beiden Protagonisten.
09. August 2017, 04:39

Revolverheld in einem Fantasyabenteuer, verfasst von Horrorpapst Stephen King und mit Mat­thew McConaughey in der Rolle des Bösen: Klingt ziemlich abgedreht, aber es funktioniert. Kaum einer lehrt uns besser das Fürchten als Stephen King – und das auch auf der Leinwand. Filme wie «Stephen King’s It» oder «Shining» gelten als Horrorklassiker. Nun kommt ein King-Film der etwas anderen Art in die Kinos: «The Dark Tower», zu Deutsch «Der dunkle Turm», ist ein Fantasyabenteuer auf Basis eines der umfangreichsten Werke des weltberühmten Schriftstellers.

In der Saga wird der junge Jake in New York von Visionen aus einer anderen Welt heimgesucht, in der ein dunkler Turm das Universum zusammenhält und vom «Mann in Schwarz» bedroht wird. Der begabte Knabe, überzeugend gespielt von Nachwuchstalent Tom Taylor, bringt alles, was er sieht, auf Papier. Doch weder seine Mutter noch deren neuer Mann glauben ihm.

Den Weltuntergang verhindern

Als er durch eine Art Wurmloch in die endzeitliche Welt seiner Visionen gelangt, trifft er «Revolvermann» Roland. Er ist der letzte seiner Art und damit der Einzige, der verhindern kann, dass der dunkle Turm und mit ihm alle Welten in den Untergang gestürzt werden. Mit Hilfe von Jakes seherischen Fähigkeiten will er den «Mann in Schwarz» vernichten.

Doch Roland will damit nicht nur die Apokalypse verhindern, sondern sich auch für die Auslöschung seiner Familie rächen.

Der britische Schauspieler Idris Elba spielt die Rolle des gebrochenen Revolverhelden mit vielen Facetten. Mal lässt er ihn egoistisch wirken, mal verletzlich, mal locker und cool – und das, obwohl ihm die dichte Handlung des Blockbusters nur wenig Raum für Entfaltung bietet. Und Matthew McConaughey ist als «Mann in Schwarz» ein echtes Highlight des Films. Der Hollywood-Schauspieler war jahrelang auf die Rolle des aalglatten Schönlings festgelegt und spielte in zahlreichen Romantikkomödien mit. Spätestens nach seiner Darstellung eines Aidspatienten im Drama «Dallas Buyers Club», wofür er 2014 den Oscar bekam, änderte sich sein Image.

In «The Dark Tower» setzt McConaughey mit einer diabolischen Freude den Menschen zu und stürzt sie mit puren Worten ins Verderben. Was unter anderem für den typisch King’schen Gruselfaktor sorgt. Als eine Art intergalaktischer David Copperfield reist er durch die Welten und nutzt dabei seine magischen Kräfte, um alles zu töten, was sich ihm in den Weg stellt.

Obwohl der Film auf einem achtbändigen Zyklus beruht, ist er auch für Nichtbuchkenner verständlich. Das kurzweilige Werk wirft nur Schlaglichter auf Kings Fantasywelt und lässt vieles aus. Das dient zwar dem klar erkennbaren roten Faden der Geschichte, könnte aber auch ein paar Buchfans enttäuschen.

Aleksandra Bakmaz (DPA)

Video: Der dunkle Turm - Trailer

Verfilmung des Romans nach Stephen King. Abenteuerfilm (USA 2017) von Nikolaj Arcel. Kinostart: Donnerstag, 10. August 2017. (Tel-A-Vision, 25.07.2017)




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