Auf Vanuatu geht bald das Essen aus

STURM ⋅ Die Regierung des von einem Zyklon verwüsteten Pazifikstaats Vanuatu hat vor baldigen Engpässen bei der Lebensmittelversorgung gewarnt. Das Büro von Präsident Baldwin Lonsdale erklärte am Dienstag, in der ersten Woche nach dem Desaster sei die Ernte noch nutzbar.

17. März 2015, 04:09
  • VANUATU CYCLONE PAM
  • Tropical Cyclone Pam rips through South Pacific
  • VANUATU CYCLONE PAM

Zyklon "Pam" war einer der gefährlichsten je registrierten Zyklone, mit Böen von mehr als 300 km/h. Er fegte über den Pazifikstaat Vanuatu mit seinen 80 Inseln. In der Hauptstadt Port Vila wurden nach Angaben der Hilfsorganisation Oxfam bis zu 90 Prozent der Häuser beschädigt. (Bilder: Keystone)

Doch schon ab der Woche danach könne den Überlebenden in Vanuatu das Essen ausgehen, sagte Benjamin Shing vom Büro des Staatschefs dem Sender ABC. Er rechne letztlich mit vielen Opfern, sagte Shing. Allerdings sei das genaue Ausmass der Zerstörung durch den Zyklon "Pam" noch immer nicht absehbar, da die meisten der rund 80 Inseln, aus denen Vanuatu besteht, von der Kommunikation abgeschnitten seien. Auch Tom Perry von der Hilfsorganisation Care Australia sagte, noch immer bestehe kein Kontakt zu "anderen Provinzen".

Der Zyklon "Pam" hatte Vanuatu in der Nacht zum Samstag getroffen, die Sturmböen erreichten Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 320 Stundenkilometern. Präsident Lonsdale machte den Klimawandel mit für die Katastrophe verantwortlich. (sda/afp)


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