Behörden gehen gegen Tiger-Tempel vor

TIERSCHUTZ ⋅ Nach anhaltender Kritik von Tierschützern soll sich Thailands berühmter Tiger-Tempel auf Anordnung der Behörden von seinen Raubtieren trennen. Die Mönche wurden angewiesen, die 147 dort lebenden Tiger an Zoos oder Naturparks abzugeben.

20. April 2015, 12:00

Der bei Touristen beliebte Luangta-Maha-Bua-Tempel habe die Wildkatzen bislang ohne die entsprechende Genehmigung gehalten, teilte der Leiter der Naturschutzbehörde, Nipon Chotiban, am Montag mit.

Tierschützer hatten die Mönche unter anderem beschuldigt, mit bedrohten Tierarten zu handeln und ein massloses Zuchtprogramm zu betreiben. Angesichts der Vorwürfe hatte die Naturschutzbehörde die Tempelanlage im Februar durchsuchen lassen.

Damals gingen die Behörden auch Hinweisen nach, wonach der Abt unter Schutz stehende Paradiesvögel für seinen Privatzoo gekauft habe. Auf dem Gelände waren mindestens 38 dieser Vögel entdeckt worden.

Der buddhistische Tempel in Kanchanaburi, rund 120 Kilometer westlich von Bangkok, ist eine Touristenattraktion. Die Besucher können sich dort mit den Tieren fotografieren lassen. Die Tempelverwaltung sagt, es handle sich um ein Schutzprogramm, die Tiere würden auf die Freilassung in die Wildnis vorbereitet. (sda/dpa)


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