Ein Fünftel weniger Tote beim Bergsport

BERGUNFÄLLE ⋅ Beim Bergsport sind im vergangenen Jahr 113 Menschen tödlich verunfallt, 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Zugenommen haben demgegenüber gemäss dem Schweizer Alpen-Club (SAC) die Bergrettungen.

21. März 2017, 10:52

Mehr tödliche Unfälle gab es auf Hochtouren und beim Felsklettern, wie der SAC am Dienstag mitteilte. Deutlich weniger Opfer forderten hingegen das Bergwandern sowie Skitouren.

Die häufigste Ursache für tödliche Unfälle war laut SAC ein Sturz oder Absturz mit insgesamt 77 Toten. Die meisten Menschen stürzten beim Bergwandern tödlich ab. Deutlich weniger Bergtote gab es auch durch Lawinen. Fünf Berggänger starben wegen eines Wechtenabbruchs, durch Steinschlag und Blockierung sowie wegen eines Gletscherspaltensturzes.

Die deutlich weniger tödlichen Unfälle bei fast konstanten Notfallzahlen werden vom SAC auf unterschiedliche Faktoren zurückgeführt.

Einerseits habe es deutlich weniger Lawinenunfälle mit gravierenden Folgen als im Vorjahr gegeben. In Lawinen starben 21 Menschen, im Vorjahr waren es 33. Zudem seien die Tourenaktivitäten vor allem im Frühling und Vorsommer witterungsbedingt eingeschränkter gewesen als im Schönwetterjahr 2015.

Anderseits seien aufgrund ungünstiger Witterung oder schwierigen Verhältnissen dennoch viele Berggänger in Bergnot geraten. Dank den effizienten und professionellen Einsätzen der Bergrettungsorganisationen hätten vielfach schwere Unfälle verhindert werden können.

Drei Prozent mehr Bergrettungen

Um fast drei Prozent zugenommen haben laut SAC die Bergrettungen. 2016 sind in den Schweizer Alpen und im Jura 2828 Menschen in eine Notlage geraten und mussten von der Bergrettung geborgen werden. 975 Menschen konnten dabei gesund oder nur leicht verletzt gerettet werden.

Bei den klassischen Bergsportarten waren in den meisten Kategorien die Notfallzahlen annähernd konstant, nur beim Felsklettern gab es mit 130 Betroffenen mehr Notfälle. Auch bei den weiteren Bergsportaktivitäten sind die Notfallzahlen laut SAC im Vergleich zum Vorjahr ähnlich. Einzig beim Mountainbiken wurden mehr Notfälle verzeichnet. (sda)


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