Frühlingsgefühle - eine Frage des Kontrastes

PSYCHOLOGIE ⋅ Am 1. März beginnt offiziell der Frühling. Was es mit den Frühlingsgefühlen auf sich hat, und warum fleissige Winterspaziergänger sie weniger stark empfinden, erklärt eine Psychologin.

29. Februar 2016, 17:30

"Wenn ich ein munterer Winterspaziergänger bin, leide ich seltener unter saisonaler Depression", erklärte Gesundheitspsychologin Julia Scharnhorst aus Wedel bei Hamburg. Gleichzeitig nehmen aktivere Menschen die Frühjahrssonne weniger intensiv wahr. Aus psychologischer Sicht seien Frühlingsgefühle auf Kontrasteffekte zurückzuführen.

Hormon-Experten sehen auch einen Zusammenhang mit den ersten Sonnenstrahlen. Durch die zunehmende Lichteinwirkung über das Auge in der Zirbeldrüse im Gehirn würde das Schlafhormon Melatonin reduziert.

"Das Glückshormon Serotonin macht sich bemerkbar, aber auch Dopamin und Noradrenalin. Man fühlt sich aktiver und wacher. Dieses neue Auferstehen der Aktivität wird vom Körper als begrüssenswertes Gefühl aufgefasst", sagte Matthias Weber von der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE), die ihren Sitz im bayerischen Altdorf hat. (sda/dpa)


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