In vielen Regionen regieren die Narren

FASNACHT ⋅ Zehntausende Fasnächtler haben am Samstag an mehreren Orten der Schweiz ihren Schabernack getrieben. Bei milden Temperaturen verfolgten alleine in Sitten rund 42'000 Zuschauerinnen und Zuschauer den Fasnachtsumzug.

14. Februar 2015, 19:49

Rund 30 Guggenmusiken nahmen am Umzug in Sitten teil. Die Besucherzahlen übertrafen die Erwartungen der Organisatoren, die mit rund 40'000 Personen gerechnet hatten, wie Yoann Schmidt, Präsident des Organisationskomitees, auf Anfrage sagte. Alles sei sehr gut abgelaufen, auch dank des trockenen Wetters.

Die Fasnacht von Sitten feiert dieses Jahr ihren 40. Geburtstag. Ein Motto hatten die Organisatoren extra nicht vorgegeben, damit auch Kostüme aus den vergangenen Jahren wieder hervorgeholt werden konnten.

Auch in Chur waren am Samstag die Narren los. Bei angenehmen Temperaturen fanden sich rund 23'000 Zuschauer und Zuschauerinnen entlang der Umzugsroute ein, um dem närrischen Treiben der 46 Formationen zuzuschauen, wie die Stadtpolizei Chur mitteilte. Der Umzug sei ohne Probleme verlaufen.

600 Kilo Konfetti

Die älteste Fasnacht im Wallis, jene in Monthey, verzeichnete bei ihrer diesjährigen, 143. Ausgabe etwa gleich viele Besucher wie üblich, wie Bernard Paunet vom Organisationskomitee sagte. Am Samstag stand unter anderem ein nächtliches Konzert mit einem Dutzend Guggenmusiken auf dem Programm. Nach dem grossen Umzug am Sonntag ist eine Konfettischlacht geplant - mit 600 Kilogramm Konfetti.

Im Oberwallis erreicht die Fasnacht vor allem mit dem Umzug vom Sonntag in Brig einen Höhenpunkt. Und im Lötschental treiben wieder die bekannten "Tschäggättä" - Figuren mit fratzenhaften Holzmasken und Tierfellen - ihr Unwesen.

In mehreren Städten war am Schmutzigen Donnerstag lautstark die Fasnachtszeit eingeläutet worden. Allein in Luzern waren Tausende an der Fritschi-Tagwache und am Umzug dabei gewesen. Das närrische Treiben dauert noch bis in die Morgenstunden des Aschermittwochs. (sda)


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