Luftüberwachung suchte vergeblich Kontakt

PARIS ⋅ Kurz vor dem Absturz des Germanwings-Airbus in Frankreich konnte die Flugüberwachung keinen Funkkontakt mehr zur Unglücksmaschine herstellen. Nach Angaben des Staatsanwalts von Marseille gelang es den Mitarbeitern nicht, die Besatzung zu kontaktieren.

25. März 2015, 06:51

Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung aufgenommen. Die Ermittler wollten derzeit acht Zeugen vernehmen, sagte Staatsanwalt Brice Robin dem Fernsehsender BFM TV, wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstagabend berichtete.

Die gefundene Black-Box solle am Mittwochmorgen untersucht werden. Unklar blieb zunächst, ob der Flugdatenschreiber oder der Stimmenaufzeichner geborgen wurde. Während das erste Gerät technische Daten zum Flug aufzeichnet, registriert das zweite Gespräche und andere Geräusche in der Pilotenkabine.

«Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass dieser schnelle Höhenverlust des Flugzeugs für den Augenblick unerklärt bleibt», sagte Robin weiter. Zu möglichen Ursachen des Absturzes wollte er sich nicht äussern.

Am Mittwochmorgen sollten zehn Gerichtsmediziner und drei Anthropologen zum Unfallort gebracht werden. Sie sollten dort DNA-Proben entnehmen, um bei der Identifizierung der Opfer zu helfen. Auch die Bergungsarbeiten im schwer zugänglichen Gebiet werden erst wieder am Mittwochmorgen aufgenommen.

sda
 

  • France Plane Crash

An Bord der in Frankreich abgestürzten Germanwings-Maschine waren 150 Menschen. Der Airbus des Typs A320 war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf und stürzte in den französischen Alpen ab.


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