Risiko beim Schneesport kaum verändert

SCHNEESPORT ⋅ In der Schweiz verletzen sich gemäss einer neuen Studie jedes Jahr 87'000 Wintersportler. Entgegen anders lautenden Vermutungen ist aber Ski- und Snowboardfahren in den letzten Jahren nicht gefährlicher geworden.

24. Februar 2015, 11:09

Im Durchschnitt verletzten sich seit Mitte der 1990-er Jahre in der Schweiz pro Jahr rund 39'000 Ski- und 13'000 Snowboardfahrer mit Wohnsitz in der Schweiz auf einheimischen Pisten so schwer, dass sie ärztlich behandelt werden müssten. Dazu kämen 30'000 verletzte Ski- und 5000 verletzte Snowboarder mit Wohnsitz im Ausland, teilte die bfu am Dienstag mit.

Das Verletzungsrisiko habe sich in den letzten zehn Jahren ebenfalls kaum verändert. Es betrage 3,2 Verletzte pro 1000 Schneesporttage, und zwar 3,2 Verletzte bei den Ski- und 3,3 Verletzte beim Snowboardfahrern. Auch der Schweregrad der Verletzungen sei über die Jahre hinweg ziemlich konstant geblieben.

Im Durchschnitt sterben pro Jahr sechs Ski- oder Snowboardfahrer auf Schweizer Pisten sowie zehn Variantenski- oder Variantensnowboardfahrer abseits der markierten Pisten.

Die Zahl tödlich Verunfallter, vor allem der Opfer beim Freeriden, schwankt laut bfu stark, was auf den bedeutenden Einfluss der Witterungs- und Schneebedingungen zurückgeführt wird. Das Risiko eines tödlichen Unfalls liege bei einem Getöteten pro 1,4 Millionen Schneesporttage.

Kein erhöhtes Kollisionsrisiko an Wochenenden

Bei den Skifahrern liege der Anteil an Unfällen durch Kollisionen bei lediglich 7,4 Prozent und bei den Snowboardern sogar nur bei 3,8 Prozent. Auswertungen der bfu deuteten darauf hin, dass an Wochenendtagen, an denen mehr Schneesportler auf den Pisten sind, das Kollisionsrisiko nicht höher sei als unter der Woche.

Rund 2,5 Millionen Einwohner der Schweiz fahren Ski, 0,4 Millionen bevorzugen das Snowboard. Zum Teil fahren sie auch auf Pisten im Ausland. Es wird aber geschätzt, dass Skifahrer 84 Prozent der Schneesporttage in der Schweiz verbringen, bei den Snowboardern sind es sogar 91 Prozent.

Um sich vor Verletzungen zu schützen, empfiehlt die bfu, dass Schneesportler jeweils vor der Saison ihr Material durch eine Fachperson überprüfen und die Skibindungen korrekt einstellen lassen. Zudem sollten sie einen gut sitzenden Helm tragen und die FIS-Verhaltensregeln einhalten. Insbesondere gelte es aber, die Geschwindigkeit sowie die Fahrweise an das eigene Können und die Pistenverhältnisse anzupassen. (sda)


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