Durchschnittlicher Herbst mit Ausschlägen in verschiedene Extreme

WETTER ⋅ Ein Grad wärmer, durchschnittlich sonnig und nur "etwas" weniger Niederschlag als üblich: so durchschnittlich sieht die Bilanz des Herbstes 2016 aus. Gleichzeitig wurden Ausschläge in unterschiedliche Richtungen gemessen.

28. November 2016, 11:35

So war der September in der Romandie und im Tessin stellenweise der wärmste seit Messebeginn im Jahr 1864, wie SRF Meteo am Montag mitteilte. Landesweit war es der drittwärmste September seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen, wobei insbesondere die ersten vierzehn Tage extrem waren.

Im Tessin gingen alle vierzehn Tag als Sommertage in die Statistik ein, weil die Temperatur jeweils mehr als 25 Grad erreichte. Übertrumpft wurde dies im Wallis, wo es bei mehr als 30 Grad zu vier Hitzetagen kam.

Der Oktober und der Beginn des Novembers hingegen waren gegenüber der klimatisch relevanten Norm aus den Jahren 1961 bis 1990 zu kalt. Die tiefste Temperatur wurde am 7. November mit einem Wert von minus 20,6 Grad auf dem Jungfraujoch BE gemessen. Auch im Mittelland war es kühl, wo beispielsweise in Tänikon TG am 8. November minus 3,3 Grad gemessen wurden.

Im September viel Sonne

In der zweiten Novemberhälfte änderte sich die Wetterlage wieder und die Temperaturen stiegen deutlich an. Aus Süden wurde warme Luft zu den Alpen geführt und die Bevölkerung im Norden erlebte eine Föhn-Phase von viereinhalb Tagen - die zweitlängste Phase seit Messbeginn. Die Temperaturen stiegen teilweise auf über 20 Grad. Am 21. November wurde in Giswil OW 21,6 Grad gemessen.

Sie Sonne liess sich hauptsächlich im September blicken. In diesem Monat lag die Sonnenscheindauer weit über dem Durchschnitt. Danach war es oft grau und im November schien die Sonne gar nur zu 50 bis 75 Prozent der üblichen Dauer. Am Nordrand der Schweiz zeigte sich die Sonne vom ersten bis am 28. November während nicht einmal 30 Stunden.

Im Tessin wurde im November intensiver Niederschlag gemessen. Dieser vermochte jedoch die Trockenheit im September und Oktober nicht zu kompensieren. Anders sah es im südwestlichen Wallis und im Nordtessin aus: Dort konnte der November das Defizit wettmachen.

In den kommenden Tagen soll das Wetter gemäss SRF Meteo von einem Hochdruck bestimmt und meist trocken weiterzugehen. Für die Meteorologen beginnt der Herbst am 1. September und endet mit dem November. (sda)


Login


 

Anzeige: