Rhätische Bahn fährt wieder nach Disentis

UNWETTER ⋅ Die Rhätische Bahn (RhB) hat nach dem starken Regen in der Nacht auf Mittwoch den Zugbetrieb auf der Strecke Chur - Disentis wieder aufgenommen. Grosse Schäden habe es nicht gegeben, hiess es beim Bahnunternehmen.
Aktualisiert: 
09.08.2017, 09:07
09. August 2017, 05:58

Die Bahnstrecke von Chur durch die Rheinschlucht über Ilanz nach Disentis war wegen der heftigen Niederschläge am Dienstagabend um 19 Uhr gesperrt worden. Aus einem übergelaufenen Bergbach waren Wasser, Schlamm und Steine auf das Bahntrassee gelangt. Passagiere, die in Ilanz stecken geblieben waren, wurden in Bussen weiter transportiert.

Die Geleise waren bald freigeräumt. Die Strecke ins Bündner Oberland wurde am Mittwochmorgen um 07.40 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben, wie die RhB mitteilte. Zuvor wurde die Linie durch die Rheinschlucht von Experten abgeschritten und auf Schäden untersucht. Grosse Schäden habe es nicht gegeben, sagte RhB-Sprecher Simon Rageth.

Aus dem Schlaf gerissen

Das Unwetter, das in der Nacht auf Mittwoch von Blitz und Donner begleitet war, hatte vor allem auch im Raume Chur viele Leute um den Schlaf gebracht. Doch grosse Schäden waren nicht zu verzeichnen, wie es bei der Bündner Kantonspolizei auf Anfrage hiess.

Dennoch waren zahlreiche Meldungen über überflutete Keller oder auf den Strassen liegende Bäume eingegangen. Im Bünder Oberland bei Ilanz musste die Valserstrasse temporär geschlossen werden wegen der Gefahr eines Murgangs.

Weitere grosse Regenmengen angesagt

MeteoSchweiz berichtete am Mittwoch von einer Kaltfront, welche am Dienstag von Westen her die Schweiz erreichte und stellenweise von grossen Regenmengen sowie Gewittern begleitete war. Am meisten Regen fiel in der West-, Süd- und Ostschweiz. Im Tessin gab es lokal über 100 Liter regen pro Quadratmeter, im bündnerischen Bergell 83 Liter oder am San Bernardino 78 Liter.

Der Wetterdienst schrieb, nach einer kurzen Wetterberuhigung am Mittwoch müsse am Donnerstag und Freitag wieder mit grösseren Niederschlagsmengen gerechnet werden. Mit Ausnahme der Westschweiz seien nochmals verbreitet Regenmengen im Bereich von 40 bis knapp 100 Liter pro Quadratmeter zu erwarten. Lokal seien Probleme nicht ausgeschlossen, etwa Murgänge oder Überflutungen. (sda)

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