Pressefotografie: Bilder von Hass und Menschlichkeit

WETTBEWERB ⋅ Die ersten nominierten Fotos für den «World Press Photo»-Award stehen fest. Die Jury entschied sich unter anderem für Bilder aus Syrien.
14. Februar 2018, 21:21

Die Jury des Wettbewerbs «World Press Photo» veröffentlichte gestern erstmals eine Shortlist der Nominierten für das Bild des Jahres 2018. Der Sieger des mit 10000 Euro dotierten Preises soll am 12. April in Amsterdam bekannt gegeben werden. Der irische Pressefotograf Ivor Prickett wurde gleich mit zwei Bildern zur Schlacht um Mossul im Nordirak für die renommierte Auszeichnung nominiert. Entstanden ist das Bild im Auftrag der Zeitung «New York Times». Es zeigt Menschen, die im März 2017 im heftig umkämpften West-Mossul in Irak anstehen für Lebensmittel und Wasser, die von Hilfsorganisationen verteilt werden. Ein Zeichen von Menschlichkeit mitten im Krieg. Insgesamt nominierte die Jury 42 Fotografen aus 22 Ländern für Auszeichnungen in acht Kategorien. An dem Wettbewerb hatten sich 4548 Fotografen aus 125 Ländern beteiligt. (red)

  • Ein Junge wird aus einem Gebiet im irakischen Mosul gerettet, das zuvor der IS kontrollierte. (© IVOR PRICKETT / NEW YORK TIMES / HANDOUT)
  • Aisha steht Portrait in Nigeria. Die 14-Jährige wurde von Boko Haram gekidnappt, und sollte sich in deren Auftrag als Selbstmordattentäterin in die Luft sprengen. Sie entkam. (© ADAM FERGUSON / THE NEW YORK TIMES / HANDOUT)
  • Die toten Körper von Rohingya, die mit einem Boot versuchten, von Myanmar zu fliehen. Das Boot sank. Von den 100 Passagieren überlebten 17. (© PATRICK BROWN / PANOS PICTURES / HANDOUT)

Diese Bilder sind für den prestigeträchtigen Award nominiert, der jedes Jahr die besten Pressebilder kürt.

Anzeige: